Sozialzentrum Niebüll : Zwei Terminals für Arbeitssuchende

 Thomas Bérard und Kollegin Birgit Homann stellen die neuen Stellen-Terminals vor.   Foto: Dieter Wrege
Thomas Bérard und Kollegin Birgit Homann stellen die neuen Stellen-Terminals vor. Foto: Dieter Wrege

Avatar_shz von
04. November 2008, 09:27 Uhr

Niebüll | Alle Arbeit Suchenden können jetzt, ohne die Hilfe eines Beraters in Anspruch nehmen zu müssen, den bundesdeutschen und dänischen Arbeitsmarkt selbstständig durchforsten. Im Foyer des Sozialzentrums im Niebüller Rathaus - gleich neben der Rezeption - stehen zwei Stellen-Terminals zur Verfügung, die von jedermann benutzt werden können.

Die Terminals sind leicht zu bedienen. Wer etwas gefunden hat, kann sich an Ort und Stelle per Knopfdruck einen Stellen-Ausdruck anfertigen. Die neue Einrichtung ist während der Öffnungszeiten des Rathauses frei zugänglich, und zwar Montag bis Freitag von 8 bis 12 sowie Donnerstag von 14 bis 18 Uhr, teilte der Leiter des Sozialzentrums Thomas Bérard mit.
Vermittlungen
Seit Eröffnung im Januar 2005 bis zum 15. Oktober vermittelte das Sozialzentrum 1.113 Arbeit Suchende für den ersten Arbeitsmarkt: 2005 waren es 202, ein Jahr später 359. Im Jahr 2007 waren es 315 und in diesem Jahr bisher 237 Vermittlungen. Außerdem erfolgten im gleichen Zeitraum 485 Vermittlungen in so genannte Zusatzjobs (Ein-Euro-Jobs), davon 215 allein im Jahre 2005.

Für Praktika im ersten Arbeitsmarkt vermittelte das Sozialzentrum in diesem Zeitraum 601 Stellen. Außerdem erfolgten in dieser Zeit 527 Vermittlungen in Qualifizierungen zur Verbesserung der Vermittelbarkeit in den ersten Arbeitsmarkt.

Die Zahl der vom Sozialzentrum im April 2005 erfassten ursprünglich 907 Bedarfsgemeinschaften sank bis dato um 30 Prozent auf 635. In dieser Zahl enthalten sind zurzeit 1.314 Kunden, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch "SGB II/Hartz IV" erhalten. Etwa 900 von ihnen, so Thomas Bérard, seien erwerbsfähig. Von diesen 900 sind 150 zwischen 15 und 24 Jahre alt. Die restlichen 414 Personen sind Kinder/Jugendliche unter 15 Jahren, Schüler unter 15 sowie Mütter mit unter drei Jahre alten Kindern.

Nach Beobachtungen des Sozialzentrums Niebüll fängt der bisher für deutsche Arbeitnehmer attraktive dänische Arbeitsmarkt infolge der Finanz- und sich abzeichnenden Wirtschaftskrise an zu schwächeln. Zu spüren sei das daran, dass große Projekte ausblieben. "Auf dem heimischen Arbeitsmarkt ist von den großen Entwicklungen noch nichts zu spüren", sagte Bérard, "weil Werften und größere Industrien fernab liegen und vor Ort Betriebe des Mittelstands dominieren."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen