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Unfall in Welt : Zwei Schwerverletzte nach Frontalzusammenstoß

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auf Höhe des Alten Gardinger Deichs übersah der Fahrer eines Audi beim Überholen einen VW Golf. Dessen Insassen wurden beide schwer verletzt.

Der Aufprall muss extrem gewesen sein – und für die beiden Urlauberinnen aus dem Kreis Mettmann, die mit ihrem rotem VW Golf auf dem Weg nach St. Peter-Ording waren, kam er völlig unvermittelt. Ihnen entgegen kam am Mittwochnachmittag (22. Februar), gegen 15.50 Uhr ein schwarzer Audi A6, in dem vier Männer saßen. Auf Höhe des Alten Gardinger Deichs überholte dessen Fahrer ein vorausfahrendes Auto, wodurch es zum Frontalzusammenstoß mit dem Golf kam.

Durch die enorme Wucht des Aufpralles wurde der VW einige Meter zurückgeschleudert und blieb zertrümmert etwa vier Meter tiefer in einem schilfbewachsenen Graben liegen. Mehrere Ersthelfer und Unfallzeugen stoppten sofort und setzten Notrufe ab. Daraufhin alarmierte zentrale Rettungsleitstelle in Harrislee großflächig: Aus Niebüll flog der Rettungshubschrauber Christoph 5 herbei, aus Tönning eilte ein weiterer Notarzt im Einsatzfahrzeug hinzu und vier Rettungswagen kamen aus den Wachen Garding und Tönning an die Unfallstelle. Höchste Alarmstufe auch für die Feuerwehr aus Garding, die mit der dringend benötigten Rettungsschere und dem schweren Spreizer sowie vier Einsatzfahrzeugen anrückte.

Um an die Einsatzstelle im Graben zu kommen, musste zunächst einmal eine Metallbrücke aufgebaut werden. Die Feuerwehr Welt eilte ebenfalls herbei, die Polizei sperrte währenddessen die L 305 über Stunden hinweg voll ab. An der Einsatzstelle arbeiteten insgesamt 74 Einsatzkräfte fieberhaft.

Der VW Golf musste komplett aufgeschnitten werden, um an die beiden eingeklemmten Urlauberinnen zu gelangen, erst nach 45 Minuten konnten sie befreit werden. Während der gesamten Zeit kämpften die beiden Notärzte und die Rettungsteams um das Leben der beiden Frauen, die durchgehend medizinisch versorgt wurden. Nach weiterer Versorgung in den Rettungswagen wurden beide – jeweils von einem Notarzt begleitet – mit schwersten Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber und -wagen in das zentrale Westküstenklinikum nach Heide verlegt.

Im Audi A6 wurden mehrere der Insassen leicht verletzt, einer von ihnen wurde ebenfalls von einem Rettungswagen in eine Klinik verlegt. Polizeibeamte verluden derweil das Gepäck der beiden VW-Golf-Insassen in ihre Streifenwagen, eine Unfallzeugin nahm zudem den Hund der Urlauberinnen in Obhut.

Zur Klärung des Herganges wurde ein Sachverständiger angefordert. Der Verkehr wurde während der gesamten Zeit über die B 202 umgeleitet.

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