Erfolgreiche Testphase : Zwei-Richtungs-Verkehr auf der Neustadt bleibt

Die neue Verkehrsführung hat sich bewährt.
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Die neue Verkehrsführung hat sich bewährt.

Die Husumer Neustadt in beide Richtungen befahren zu lassen hat sich nach Ansicht der Verwaltung bewährt.

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26. März 2017, 13:00 Uhr

Ein Jahr lang sollte der Zwei-Richtungs-Verkehr auf der Neustadt getestet werden. Die am 8. April vergangenen Jahres begonnene Phase neigt sich nun dem Ende zu, und die Verwaltung lud Anwohner und Gewerbetreibende – wie im Januar 2016 versprochen – zu einer Informationsveranstaltung ins Rathaus ein. „Wir möchten auch ihre Beiträge dazu hören“, begrüßten Bürgermeister Uwe Schmitz und Ordnungsamtsleiter Malte Hansen die Anwesenden.

Das Fazit der Verwaltung, machte Hansen klar, sei durchweg positiv. „Beim fließenden Verkehr haben wir eine eindeutige Verbesserung, Neustadt, Gurlitt- und Schlossstraße sind besser erreichbar. Es gab keine Verkehrszunahme und das Durchschnittstempo ist von 38,3 Kilometer pro Stunde auf einen Wert zwischen 31 und 33 gefallen“, zählte Hansen auf. Und die Polizei habe in der Testphase nicht einen einzigen Unfall zu verzeichnen gehabt, „nur drei Parkrempler“.

Eine „wesentliche Verbesserung“ habe es auch im Radverkehr gegeben, nachdem die Neustadt durch Freigabe des Teilstücks zwischen Schlossstraße und Nordbahnhofstraße im Juli 2016 jetzt für Radfahrer durchgehend von Nord nach Süd befahrbar sei. Die Baulichkeiten einschließlich der Engstelle am Wasserturm, die der Schulwegsicherung für die Bürgerschule diene, seien unproblematisch. Nur bei der Parkplatzsituation sei „keine Verbesserung“ eingetreten, so Hansen.

Das war dann auch der Punkt, wo die Zuhörer hauptsächlich ansetzten. Eine Mitarbeiterin des Husumhus berichtete von fremden Dauerparkern auf dem Grundstück, „Friesenhütten“-Betreiber Udo Hennings beklagte einen Rückgang des Publikumsverkehrs durch weggefallene Parkmöglichkeiten und Sylvia Marksteiner-Hartung vom Kino-Center wies darauf hin, dass Besucher in die umliegenden Straßen ausweichen würden, was zum Stellplatzmangel für die Anwohner führe. Allgemein wurde zudem moniert, dass sich in den Abendstunden recht wenig um die Parkregelungen gekümmert werde, was Malte Hansen schon mit „Anpassungsschwierigkeiten des ruhenden Verkehrs“ umschrieben hatte.

Unterm Strich blieb die Bilanz nach Ansicht der Verwaltung positiv. Und deswegen, so Schmitz, werde der Zwei-Richtungs-Verkehr nach Ablauf der Testphase „unbefristet“ beibehalten.

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