Taufen im Husumer Hafen : Zwei neue Schiffe für den Küstenschutz

Hatten gestern sichtlich Spaß auf der „Hafenlot“: Staatssekretärin Anke Erdmann und Gabi Nikisch (l.) vom LKN.
Hatten gestern sichtlich Spaß auf der „Hafenlot“: Staatssekretärin Anke Erdmann und Gabi Nikisch (l.) vom LKN.

Der Landesbetrieb taufte im Husumer Binnenhafen den Schlepper „Hooge“ und das Vermessungsboot „Hafenlot“.

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01. Juni 2018, 09:00 Uhr

Großer Auftrieb gestern im Husumer Binnenhafen: Umwelt-Staatssekretärin Anke Erdmann und Gabi Nikisch, Vermessungstechnikerin beim Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz, tauften den Schlepper „Hooge“ und das Vermessungsboot „Hafenlot“. Damit kann der LKN künftig im täglichen Dienst zwei neue Schiffe einsetzen. Sie ersetzen ihre gleichnamigen Vorgänger – 34 Jahre war die alte „Hooge“ für den Küstenschutz im Wattenmeer unterwegs, 28 die „Hafenlot“.

„Im Januar 1972 ließ die Husumer Schiffswert das letzte Schiff, die Autofähre ,Pellworm II‘, hier gegenüber vom Stapel – das ist 46 Jahre her. Seitdem ist im Binnenhafen kein Schiff mehr getauft worden. Und nun gleich zwei“, erklärte LKN-Direktor Dr. Johannes Oelerich in seiner Begrüßung.

„Beide Schiffe machen das, was man Daseinsvorsorge nennt – das mag wenig spannend klingen, ist aber unverzichtbar“, sagte Anke Erdmann in ihrer Taufrede. „Die ,Hooge‘, die sich das Land 4,2 Millionen Euro kosten ließ, wird Küstenschutz-Material transportieren und kann mit ihrer Egge Priele vertiefen. Die ,Hafenlot‘ vermisst mit modernster Technik unsere Küsten, Häfen, Flüsse und Seen. Mit den neuen Schiffen kann der LKN seine Aufgaben im Küsten- und Naturschutz nun noch besser erledigen“, so die Staatssekretärin.

Für ihre vielfältigen Aufgaben ist die „Hooge“ perfekt ausgerüstet: Sie ist 22,50 Meter lang, 6,90 Meter breit, hat aber nur 90 Zentimeter Tiefgang. Die sogenannte Plattboden-Konstruktion ermöglicht das Trockenfallen des Schiffes. Die zwei Motoren leisten jeweils 221 kW, was zusammen rund 600 PS entspricht.

Deutlich kleiner fällt die „Hafenlot“ aus. Sie ist 6,70 Meter lang, 2,15 Meter breit, hat 40 Zentimeter Tiefgang und wird von einem 90-PS-Außenbordmotor angetrieben. Dementsprechend niedriger waren die Kosten für das Boot, das bei den Satelliten-gestützten Vermessungsarbeiten mit drei Personen besetzt ist: rund 175.000 Euro.

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