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Husumer Nachrichten

15. Dezember 2017 | 09:20 Uhr

Langenhorn : Zwei neue Baugebiete in Planung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeindevertretung Langenhorns beschließt ein Baugebiet gegenüber vom Pastorat. Ein weiterer Bereich ist in Mönkebüll geplant. Ferner sollen die Wirtschaftswege im Winter gesperrt werden.

Einstimmig segneten Langenhorns Gemeindevertreter nun den vom Bau- und Umweltausschuss vorbereiteten Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 22 ab. Wie berichtet, will die Kommune gegenüber vom Pastorat eine Fläche als sogenanntes allgemeines Baugebiet ausweisen. Neun Grundstücke zwischen 840 und 1500 Quadratmeter sollen es werden. Störendes Gewerbe wird ausgeschlossen, Dienstleister zugelassen.

Erschlossen werden soll das Gebiet über die Gemeindestraße am Pastorat. Sie wird verbreitert und erhält einen Gehweg. Zur Verkehrsberuhigung ist eine 30-Zone vorgesehen. Zwei Stichstraßen werden in das Baugebiet hineinführen. Im nördlichen Bereich sollen zweigeschossige Häuser, im Süden eingeschossige zugelassen werden. Pro Wohneinheit sind zwei Stellplätze erlaubt. Die Zufahrten müssen offenporig hergestellt werden, damit Regenwasser versickern kann.

Für die Zukunft ist ein weiteres Baugebiet am Clausenweg in Planung. Ein Ingenieurbüro ist bereits beauftragt worden. „Dort kann eine tolle Wohnlage entstehen. Platz wäre für etwa zwölf bis 14 Grundstücke. Allerdings brauchen wir ein Imissionsschutzgutachten, weil in der Nähe zwei Höfe sind“, so Bürgermeister Horst Petersen.

„Unsere Wirtschaftswege leiden im Winter“, stellte er weiter fest. Es liege eine Empfehlung des Bau- und Umweltausschusses vor, einige Grandwege mit einer Schranke abzusperren. Anwohner sollen einen Schlüssel erhalten. Einstimmig entschied sich das Gremium für die Schließung der Straßen Loheider Boolenweg, de Kröge und Twischenbrök in der Zeit vom 15. November bis zum 31. Januar 2016. Auch der Empfehlung, auf einen Ortsentwicklungsplan zu verzichten, schlossen sich die Gemeindevertreter einmütig an. Eine Planung würde rund 18  800 Euro kosten. Einstimmig votierten sie für die Prüfung der Statik an der am meisten benutzten Brücke im Godbersweg. Die Überquerung sei, so Petersen, in die Jahre gekommen, jedoch noch immer für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 40-Tonnen zugelassen. Die geplante Maßnahme soll 4500 Euro kosten.

Petersen berichtete, dass die Homepage derzeit überarbeitet wird. Auf dem Bahnhofsvorplatz soll zudem ein Apfelbaum gepflanzt werden. Bezeichnenderweise trägt er den Titel eines bekannten Sohnes der Kommune, „Professor Paulsen“. Um ihn ging es dann auch: Die Stadt Berlin hatte bisher ein Ehrengrab für Friedrich Paulsen vorgehalten und, wie berichtet, inzwischen aus Kostengründen aufgegeben. Auf Anregung des Kreises Nordfriesland soll in Zukunft eine Gedenktafel an den in Langenhorn geborenen und in der Bundeshauptstadt gestorbenen geistigen Vater des modernen Gymnasiums erinnern. Die Herstellungskosten belaufen sich auf etwa 3000 Euro. Dem Antrag auf Übernahme anteiliger 275 Euro stimmten die Vertreter zu.

Mit einer Schweigeminute hatte die Sitzung begonnen. Der Bürgermeister erinnerte an den kürzlich verstorbenen langjährigen Gemeindevertreter Hellmut Lorenzen. Er war von 1990 bis 1994 Gemeindeoberhaupt gewesen. Besonders verdient gemacht habe sich der Verstorbene im Zusammenhang mit dem Bau der Ortsentwässerung. Er habe auch maßgeblich das Projekt Wiederherstellung des Westerstegels an der Langenhorner Kirche vorangetrieben, so Petersen.

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