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Trotz Anleinpflicht : Zwei Mutterschafe in der Südermarsch gerissen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Vermutlich freilaufende Hunde haben in der Südermarsch zwei Schafe getötet. Der Schäfer ist überzeugt davon, dass es kein Wolf war.

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2015 | 07:00 Uhr

Südermarsch | Als Dirk Hansen am Montag kurz vor 19 Uhr nach seinen Schafen sehen will, muss er mit Entsetzen feststellen, dass zwei Mutterschafe tot auf der Weide liegen. Durchgebissen sind ihre Kehlen, anschließend sind sie qualvoll verblutet. Verängstigte Lämmer laufen zwischen anderen erwachsenen Tieren umher – „wir müssen sie wohl jetzt mit der Flasche großziehen“, sagt Ehefrau Frauke Hansen. Auch sie erträgt den Anblick der getöteten Schafe nur schwer.

Ein Wolf? Dirk Hansen schüttelt den Kopf. Nein, daran mag er nicht glauben. Auf dem Heikebüller Weg – auf dem Stück, das neben der Eisenbahnstrecke Hamburg-Sylt verläuft – da seien zahlreiche Hundehalter mit ihren Tieren unterwegs. Diese Tatsache wird auch immer wieder von anderer Seite bestätigt. Dass die Hunde dabei an der Leine zu führen sind, hat Bürgermeister Karl-Jochen Maaß an gleich mehreren Stellen seiner Gemeinde durch Hinweisschilder sehr deutlich kenntlich gemacht. Diese Vorschrift wird immer wieder einfach missachtet. Freilaufende Hunde können nicht lesen, bei ihren Haltern muss dies aber einfach vorausgesetzt werden. Im Übrigen hat jeder Hundehalter eine Versicherung. Zumindest hätte er sich anschließend bei der Polizei melden müssen. Dies ist aber nicht geschehen.

Frauke und Dirk Hansen schätzen den entstandenen Schaden auf etwa 700 Euro – auch durch die Tatsache, dass die Lämmer nun mühsam mit der Hand aufgezogen werden müssen. Die Polizei war vor Ort und hat den Vorfall aufgenommen. Hinweise, die vertraulich behandelt werden, sind unter Telefon 04841/8300 erbeten.

Dirk Hansen hat seine Schafherde – 19 Mutterschaffe und 38 Lämmer - am Sonntag um 19 Uhr auf die Weide gebracht. Der Vorfall muss in der Zeit bis zum nächsten Tag, 18.30 Uhr, passiert sein. Er hofft auf Zeugen.

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