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Baukulturpreis : Zwei Friedrichstädter räumen ab

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Förderverein Stapelholm vergibt die Preise für besonderes Engagement für den Erhalt alter Bausubstanz an Rudolf Reimann und Gerhard Utermark.

Spannend machte es der Vorsitzende des Fördervereins Landschaft Stapelholm, Arno Vorpahl, bei der Vergabe des Baukulturpreises im Süderstapler Ohlsenhaus. Erst am Ende einer mehr als neunzigminütigen Veranstaltung rief er die Preisträger auf das Podium.

Den erstmalig vergebenen Sonderpreis erhielt Gerhard Utermark aus Friedrichstadt für den Bau der neuen Querung über den Mittelburggraben. Ein Orkan hatte die alte Brücke zerstört, mit dem Entwurf einer Stahlkonstruktion konnte sich der Friedrichstädter nicht anfreunden. Und so überraschte er alle Beteiligten kurz vor der Vertragsunterzeichnung zwischen Stadt und Stahlbrückenbauer mit seinem Angebot. „Da war es schon vier Minuten vor zwölf, als ich dem Rat meine Idee vortrug“, freut er sich noch heute über den gelungenen Coup. Das Material stellte die Stadt, die Herstellung erfolgte in der Werkstatt des Seniorchefs der gleichnamigen Tischlerei.

Den alle zwei Jahre vergebenen Preis für die gelungene Sanierung eines alten Gebäudes oder den landschaftsgerechten Um- oder Neubau erhielt dieses Jahr Rudolf Reimann aus Friedrichstadt. Nach Meinung der Jury sind die unscheinbaren Häuser für das Gesamtbild Friedrichstadts genauso wichtig, wie die allseits bekannten, herausgehobenen Bauten. „Mit großer Leidenschaft wurde das unscheinbare Haus in der Kirchenstraße von Rudolf Reimann mit viel Fingerspitzengefühl saniert. Er ist behutsam vorgegangen, hat neue mit althergebrachten Baustoffen gepaart und das alte Haus modernen Bedürfnissen angepasst“, zitierte Vorpahl aus der Begründung der Jury. Reimann nahm neben der Urkunde auch die Plakette entgegen, die, wie er sagte, mit Sicherheit bald die Fassade zieren wird. „Wenn man die Fähre nach Amrum verpasst und zufällig in Husum in der Sparkasse ein passendes Exposé findet – da war die Entscheidung zum Kauf schnell getroffen. Als Hamburger ist man ja ganz andere Preise gewohnt“, erzählte Reimann.

Die detaillierte Umbaugeschichte kündigte Vorpahl für die nächste Ausgabe der „Bauernglocke“ an, die voraussichtlich im Dezember erscheinen und an alle Stapelholmer Haushalte verteilt wird.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von Christiane Schmidbauer und Asmus Winter mit kleinen Kammermusikstücken.

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