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Husumer Nachrichten

15. Dezember 2017 | 23:31 Uhr

Zustand des Drager Deljewegs in der Kritik

vom

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2013 | 10:02 Uhr

Drage | Dass öffentliche Straßen zu jederzeit für jedermann nutzbar sein sollen entspricht ihrem Zweck. Gegenteiliges scheint auf dem mehrere Kilometer langen Deljeweg in Drage zu gelten. In der jüngsten Sitzung des Bau- und Wegeausschusses berichtete eine Einwohnerin, dass die Straße zur Mais-Erntezeit nahezu unpassierbar gewesen sei. Ein angesprochener Treckerfahrer hätte sich zudem geweigert, die Straße zu reinigen. "Wir haben auch einfach keine Lust mehr, jeden Tag mit dem Auto in die Waschstraße zu fahren, wenn wir den Deljeweg passiert haben." Im übrigen, sollte die Gemeinde auch die zerstörten Banketten nach dem Verursacher-Prinzip reparieren lassen. Achselzucken bei Bürgermeister Hans-Hermann Paulsen: "Was sollen wir machen? Die Verschmutzung sehen wir alle. Wir beobachten auch, dass sich niemand an die Tempo-30-Begrenzung in der Westerstraße hält." Nun ergriff Gemeinderat Steve Gröne das Wort: "Im Falle der Straßenverschmutzung ist das Ordnungsamt in Mildstedt zuständig." Resümee des Bürgermeisters: "Wir hätten das gerne anders geregelt. Aber wenn das nicht zu regeln ist, dann muss da mal mit einem großen Hammer nachgeklopft werden." Nunmehr setzt die Einwohnerschaft auf das Ordnungsamt der Amtsverwaltung Nordsee-Treene.

Das leidige Thema Deljeweg beschäftigte den Ausschuss auch in anderer Hinsicht. Nach dem Ausbau der Straße traten offenkundig Mängel zutage. Die Amtsverwaltung hat einen Anwalt eingeschaltet. Und noch ein drittes Mal war der Deljeweg Thema. Gemeindewehrführer Holger Treichel beklagte, dass in den dortigen Hydranten der Wasserdruck nicht ausreichend sei. Der zuständige Wasserverband Norderdithmarschen soll von der Amtsverwaltung darüber informiert werden.

Die weiteren Empfehlungsbeschlüsse des Abends an den Gemeinderat: Der Gemeindearbeiter soll einen neuen Anhänger bekommen. Der Bürgermeister und seine beiden Stellvertreter werden beauftragt, 90 neue Stühle für das Dorfgemeinschaftshaus anzuschaffen, ein Angebot über 10 495 Euro liegt dazu vor. Vor dem Dorfgemeinschaftshaus sollen ein Behinderten-Parkplatz sowie zu diesem Zwecke noch eine weitere Fläche ausgewiesen werden. Die Warmwasserversorgung in der Küche des Dorfgemeinschaftshauses (DGH) und die von der Theatergruppe für die dortige Bühne beantragte Beleuchtung wird installiert. Verneint hat der mit der Prüfung beauftragte Architekt die Erweiterung des DGH um Räume für Feuerwehr und DRK: "Eine Erweiterung für die Feuerwehr ist nach DIN nicht möglich." Zwölf Einwohner werden die Gemeinde Drage beim Lauf zwischen den Meeren vertreten - Gemeindevertreter Michael Johannsen, der bereits zweimal für Drage angetreten ist, wird wieder mitmachen. Der Bürgermeister sicherte die Übernahme Startgebühr zu. Im Rahmen des Kanuprojekts wird an der Badestelle ein neuer Sanitär-Container aufgestellt. Die Untergrund arbeiten dafür wird die Gemeinde durch eine Firma vornehmen lassen.

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