zur Navigation springen

Vorbereitung auf die Volkszählung : Zusammenarbeit mit den Nachbarn

vom

Damit die Volkszählung im nächsten Jahr günstiger wird, will der Kreis Nordfriesland mit Flensburg und Schleswig-Flensburg kooperieren.

shz.de von
erstellt am 12.Jan.2010 | 07:07 Uhr

Nordfriesland | Der Kreistag hat beschlossen, für die Volkszählung 2011 mit der Stadt Flensburg und dem Kreis Schleswig-Flensburg eine Kooperation einzugehen. Kern des Vertrages, der den Zensus für alle günstiger machen soll, ist die Einrichtung einer gemeinsamen Erhebungsstelle für die Zeit vom 1. Mai 2010 bis 31. Juli 2012.
Dieses vom Bund vorgeschlagene Prozedere muss noch durch ein Landesgesetz abgesegnet werden. Die Stadt Flensburg soll als Dienstherr auftreten, die Fachaufsicht übernimmt eine Gruppe, in der alle drei Partner vertreten sind. Auf den Kreis NF kommen für dieses Projekt 2010 geschätzte Kosten von 50 000 Euro zu. Die Kommunalen Spitzenverbände haben bereits angekündigt, mit dem Land über eine Erstattung der Ausgaben zu verhandeln.
Im Gegensatz zur Volkszählung von 1987 wird 2011 auf eine Befragung aller Einwohner verzichtet. Die Daten sollen aus Melde-Registern und von der Bundesagentur für Arbeit besorgt werden. Haus- und Wohnungseigentümer erhalten allerdings Post von den Statistik-Experten, und es sind Stichproben bei maximal zehn Prozent der Bürger vorgesehen - in Nordfriesland 1100, in Flensburg 550 und im Nachbarkreis 1650.

Ziel einer Volkszählung ist es, genaue Einwohnerzahlen für Bund, Länder und Gemeinden zu ermitteln. Auf dieser Basis werden Ausgleichszahlungen auf nationaler und europäischer Ebene berechnet. Nach Schätzungen soll es nicht mehr 82 Millionen, sondern nur noch 80,7 Millionen Deutsche geben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen