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Fast wie ein Heimspiel : Zurück an die Polizei-Basis

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ferdinand Frenzer übernimmt nach neun Jahren im Bereich Datenschutz die Leitung des Polizeireviers in Schleswig. Zuvor hatte der Ostenfelder über viele Jahre leitende Funktionen in Husum.

von
erstellt am 27.Jan.2016 | 14:00 Uhr

Er ist wieder da – nicht in Husum, aber doch ein Stück näher dran an seiner alten Wirkungsstätte. Neun Jahre lang arbeitete Ferdinand Frenzer im Kieler Innenministerium. Jetzt wollte der Ostenfelder zurück an die Basis – und die erwartet ihn in der Schlei-Stadt. Seit Mitte des Monats ist er neuer Chef des Polizeireviers Schleswig, zu dem die Stationen Böklund, Kropp, Silberstedt, Erfde und Busdorf gehören. Davor hatte der 55-Jährige Jahrzehnte lang in Husum gearbeitet.

„Ich freue mich riesig auf die Aufgabe – auch, weil ich wieder mit Kollegen zu tun haben werde, die die tägliche Arbeit auf der Straße kennen“, erklärt Frenzer. Das „tägliche polizeiliche Geschäft“ – dazu gehört die nicht enden wollende Serie von Wohnungseinbrüchen, die auch seine Husumer Kollegen in Atem hält (wir berichteten). Landesweit führt die Polizei derzeit verschärfte Kontrollen durch – nicht zuletzt nach harscher Kritik aller Oppositionsparteien im Kieler Landtag. Auch der neue Revierleiter in Schleswig will dazu beitragen, dass die Menschen sich wieder sicherer fühlen. Wie an seiner alten Wirkungsstätte setzt er dabei auf das verstärkte Zusammenspiel von Schutz- und Kriminalpolizei. Den Vorwurf, dass die Polizei gegen Einbrecherbanden aus Osteuropa hilflos sei, will Frenzer ebenso wenig gelten lassen wie seine Kollegen von der Husumer Kripo. „Wir sind relativ gut aufgestellt – auch technisch“, weiß er sich mit dem Leiter der Kriminalpolizeistelle in Husum, Sven Knies, auf einer Linie. Doch ohne tatkräftige Mithilfe aus der Bevölkerung gehe es nun einmal nicht, betont Ferdinand Frenzer.

Mit welcher Maxime geht er an seine neue Aufgabe heran? „Ich trete für ein angenehmes Arbeitsklima im Revier ein. Und ich finde, dass der Spruch ,Die Polizei, Dein Freund und Helfer’ weiterhin volle Berechtigung haben sollte.“

Über genügend Erfahrung für seine neue Aufgabe verfügt Frenzer allemal. Seine Tätigkeit für die Polizei-Inspektion Husum begann vor mehr als 30 Jahren: 1983. Dort wirkte er unter anderem als Einsatzleiter in der Leitstelle und führte von 1985 an den Ermittlungsdienst der Polizeistation Husum. Später wurde er Revier-Oberbeamter beim Polizeirevier Husum und schließlich – 1991 – Leiter der Polizeistation Husum. Die wurde 1999 zur Polizei-Zentralstation umfunktioniert und blieb bis 2007 unter seiner Leitung. Danach wechselte der Ostenfelder als Landesdatenschutzbeauftragter der Landespolizei ins Innenministerium und nun also zurück an die Basis – nach Schleswig. Übrigens: Vor zwei Jahren wäre auch eine Rückkehr nach Husum möglich gewesen, doch der Nordfriese zog es vor, nicht in bekannte Strukturen zurückzukehren, sondern etwas Neues auszuprobieren. „Die Polizeiarbeit ist ja nicht stehengeblieben“, sagt er. „Deshalb war ein Neustart die bessere Lösung.“

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