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Freude in Rantrum : Zum zweiten Mal Landessieger

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde Rantrum gewinnt den landesweiten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Am Freitag, 4. Dezember, soll es eine große Feier mit den Einwohnern in der Sport- und Eventhalle geben.

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erstellt am 14.Nov.2015 | 13:00 Uhr

War es das von den Lütten des Kindergartens selbstgedichtete Willkommenslied für die Jury, die vorhandene Infrastruktur, die sozialen Einrichtungen, der neue Markt-Treff – oder hat alles zusammen die Landesjury überzeugt? Eins ist sicher: Rantrum hat den vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume ausgeschriebenen Landes-Wettbewerb 2015 „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen. Lohn für die Gemeinde: Sie erhält nicht nur eine Urkunde, sie darf auch das Land beim Bundesentscheid im nächsten Jahr vertreten. Zudem bereitet sie sich jetzt darauf vor, am Freitag, 4. Dezember, in der Sport- und Eventhalle eine große Feier zu veranstalten. Dazu ist dann nicht nur die gesamte Einwohnerschaft eingeladen, auch die Vertreter der im Wettbewerb nicht ganz so erfolgreichen Gemeinden werden kommen. Und obenauf gibt es auch noch 10  000 Euro, wie der Vorsitzende der SPD-FDP-Fraktion im Gemeinderat, Hans-Jürgen Becker, verrät – zudem zur freien Verfügung für die Gemeinde. Kleiner Wermutstropfen: Um ein Projekt damit finanzieren zu können, muss auch die Gemeinde nochmals in die Kasse greifen und ebenfalls 10  000 Euro dazulegen.

Bürgermeister Horst Feddersen sei mächtig stolz, verrät Becker, doch erreichbar ist er für unsere Zeitung nicht. Der Gemeinde-Chef kann mit Recht stolz auf seine rund 2000-Einwohner-Kommune sein, schließlich hat Rantrum bereits im Jahr 2000 den ersten Preis beim damaligen Wettbewerb „Schönes Dorf“, und den dritten beim neuen „Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahr 2013 errungen. Und nun beim dritten Ablauf gab es zum zweiten Mal einen ersten Platz. Nach Einschätzung von Becker dürfte dafür auch der neue Markt-Treff eine entscheidende Rolle gespielt haben. Denn auch wenn dessen Finanzierung nicht ganz unumstritten war, das Geschäft selbst sprach die Jury an. Schließlich verfolge das Land die Markt-Treff-Idee und deren Umsetzung werde positiv bewertet.

Doch nur am Markt-Treff will Becker den Erfolg nicht festmachen. Er zählt unter anderem die Sport- und Eventhalle auf, das Warmwasser-Schwimmbad, dass ehrenamtlich betreut werde, die Reithalle, die sozialen Einrichtungen, den Wohnmobilstellplatz und die öffentliche Grillhütte. Auch ein Pluspunkt für Rantrum, es gibt eine Grundschule, deren Träger die Gemeinde ist. Positiv aufgefallen bei der Jury auch die Neubaugebiete. Denn dort, sagt Becker, hätten sich viele junge Familien angesiedelt und würden noch zuziehen. Rantrum bleibe so eine junge Gemeinde. Auch schon bei der Präsentation der Gemeinde Anfang November überzeugte Horst Feddersen die Jury mit seiner Aussage zu den Neubaugebieten: „Wir könnten zehn Euro mehr für den Quadratmeter nehmen, aber wir wollen junge Familien hierherbekommen.“

Jury-Vorsitzende Helga Klindt von der Akademie für die Ländlichen Räume sagte über die Gemeinde: „Rantrum hat aufgrund seiner Größe alle Möglichkeiten zu einer zukunftsorientierten Entwicklung – und nutzt diese konsequent. Die Zukunftsperspektiven hat die Gemeinde gemeinsam mit ihren Menschen herausgearbeitet und setzt entsprechend Schritt für Schritt aufeinander abgestimmte Projekte mit Erfolg um.“

Der Fokus auf „Jugend ist unsere Zukunft“ und die Vorhaben zur Stärkung der Lebensqualität aller Einwohner im Ort seien herausragend. So seien beispielsweise die vielfältige Nutzung erneuerbarer Energien, das wohnlich eingegrünte Gewerbegebiet mit dem MarktTreff, spezielle Wohnprojekte – ob für junge Erwachsene oder Senioren – zu nennen. Insgesamt seien die Präsentationen in den Dörfern sehr ideenreich, aber auch sehr unterschiedlich gewesen, berichtet Helga Klindt.

Für die Endrunde des diesjährigen Landes-Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ hatten sich zudem qualifiziert: St. Annen, Dithmarschen, Behlendorf, Herzogtum-Lauenburg, Hetlingen, Kreis Pinneberg, Klixbüll, Petersdorf/Stadt Fehmarn, Kreis Ostholstein und Schalkholz aus dem Kreis Dithmarschen. Teilnehmen durften alle politisch selbstständigen Gemeinden mit bis zu 3000 Einwohnern und räumlich geschlossene Gemeindeteile mit überwiegend dörflichem Charakter mit bis zu 3000 Einwohnern. Ausgenommen waren die Sieger-Gemeinden der Jahre 2009 bis 2012.

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