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Geschenk für das Publikum : Zum Geburtstag freien Eintritt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Husumer eXperimenttheater bedankt sich zum 20. Geburtstag bei seinem Publikum mit eintrittsfreien Vorstellungen von Ariel Dorfmans Stück „Der Tod und das Mädchen“.

„Was verlieren wir, wenn wir einen von ihnen töten?“ Dieser Frage geht das eXperimenttheater in seiner Adaption des Dramas „Der Tod und das Mädchen“ nach. Und weil das Ganze mit dem 20. Geburtstag der Husumer Theatertruppe zusammenfällt, darf sich das Publikum bei freiem Eintritt an der Klärung dieser Frage beteiligen.

Seit zwei Jahrzehnten ist das eXperimenttheater eine feste Größe im kulturellen Leben der Storm-Stadt. Kein Stück ist ihm zu schwierig, kein Thema zu heikel. An Shakespeare wagt es sich genauso heran wie an Komödien und Satiren. Dafür ist es beim Publikum beliebt. Einige Besucher kommen bereits seit der Gründung 1994 in die Vorstellungen. Ein Grund mehr für das Amateurtheater, Danke zu sagen. Deshalb spielt es das aktuelle Stück auch gratis – als Geschenk an die Zuschauer. Jeder, der eine Karte haben möchte, kann sich diese kostenfrei bei der Buchhandlung Liesegang abholen.

Aber warum überhaupt Eintrittskarten, wenn es doch gar keinen Eintritt gibt. Weil die Zahl der Plätze bei allen vier Vorstellungen begrenzt ist und die Mitwirkenden der Gruppe vermeiden möchten, dass sich ihre Fans umsonst auf den Weg machen. Kurzentschlossene haben natürlich trotzdem die Möglichkeit, eine Restkarte an der Abendkasse zu ergattern – solange der Vorrat reicht.

Das Stück, das das eXperimenttheater aus Anlass seines Jubiläums zeigt, stammt aus der Feder des chilenischen Autoren und Menschenrechtlers Ariel Dorfman. „Der Tod und das Mädchen“ spielt in den 1990er-Jahren in einem südamerikanischen Land – unmittelbar nach dem Ende einer Diktatur. Gerardo, ein erfolgreicher Menschenrechtsanwalt, ist auf dem Heimweg zu seiner Frau Paulina. Sie war eines von vielen Opfern der Militär-Herrschaft. Sein Wagen bleibt mit einer Reifenpanne liegen. Nach einer gefühlten Ewigkeit erbarmt sich Roberto Miranda, ein Arzt auf dem Weg ins Wochenende, ihn mitzunehmen. Weil es schon spät ist, bietet Gerardo dem Fremden an, über Nacht zu bleiben. Ein verhängnisvolles Angebot, denn Paulina glaubt ihren einstigen Peiniger wiedergetroffen zu haben.

Rache, Recht, Gerechtigkeit, Schuld, Leben oder Tod? All diese Fragen tauchen auf, als Paulina beschließt, in dessen Schlafzimmer zu gehen und den Gast zu überwältigen. Das Drama um Selbstjustiz und Vergebung ist keine leichte Kost, wird aber von Thorsten Thomsen sowie Andrea und Dirk Marcussen packend gespielt. Letztere sind übrigens nicht nur auf der Bühne, sondern auch im wahren Leben ein Ehepaar. Bereits vor 15 Jahren spielten die drei exakt das selbe Stück und freuen sich darauf, es nun erneut auf die Bühne zu bringen.

Vorstellung ist am 19. und 20. September im Speicher sowie am 10. und 11. Oktober im Freizeithaus des Theodor-Schäfer-Berufsbildungwerkes. Sämtliche Vorstellungen beginnen um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) und haben aufgrund der Intensität der Handlung keine Pause. Weitere Info unter www.experimenttheater.de oder auf der Facebookseite der Gruppe.

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