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Internationaler Besuch im Nordfriisk Instituut : Zum Forschen nach Bredstedt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auch Wissenschaftler aus Frankreich und Japan schätzen das Nordfriisk Instituut – und nutzen es als Quelle. Gleichzeitig wird die friesische Sprache in Asien immer bekannter.

In ihrer Doktorarbeit wird Nordfriesland als „Energie-Landschaft“ breiten Raum einnehmen: Drei Monate lang war die junge französische Wissenschaftlerin Edith Chezel im Nordfriisk Instituut in Bredstedt zu Gast. Die Doktorandin der Sozialgeografie und Raumplanung im Forschungslabor „PACTE-Territoire“ der Universität Grenoble will Projekte mit erneuerbaren Energien auf eine neue Art untersuchen und verstehen: „Ich recherchiere, wie die Menschen in Gemeinden und Genossenschaften die Energieprojekte tragen, warum das eine Vorhaben gelingt, das andere nicht.“

Im Nordfriisk Instituut beschäftigte sich Chezel intensiv mit der Geografie und der Kultur der Region, interessierte sich dabei besonders für die hiesigen Bürgerwindparks. „Die geschichtlichen und kulturellen Hintergründe sind mir sehr wichtig, um aktuelle soziale Beziehungen, politische Einflüsse und Erfordernisse verstehen zu können“, sagt sie.

Unterdessen werden die Nordfriesen und ihre friesische Sprache auch in der wissenschaftlichen Welt Japans bekannter: Die in Tokio erscheinende Zeitschrift der Japanischen Gesellschaft für Germanistik veröffentlichte einen Aufsatz von Professor Dr. Thomas Steensen über „Die Friesen und die nordfriesische Sprache“. Der Direktor des Nordfriisk Instituut schildert darin die geschichtlichen und kulturellen Zusammenhänge und geht insbesondere auf die sprachliche Situation in Risum-Lindholm ein, das er als „friesische Hochburg auf dem Festland“ bezeichnet.

Die Japanische Gesellschaft für Germanistik zählt 1900 Mitglieder, darunter viele Deutschlehrer. Die Verbindung mit dem Nordfriisk Instituut kam durch Makoto Shimizu von der Hokkaido Universität in Sapporo zustande. Der Professor erforscht die nordfriesische Sprache und war dazu bereits mehrfach im wissenschaftlichen Institut in Bredstedt.

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