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Goldhochzeit in Schwabstedt : Zufallsbekanntschaft wurde die große Liebe

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Aufgefallen ist dem Jubilar seine heutige Frau vor 52 Jahren, als sie mit struppeliger Frisur zum Kaufmann ging. Wenig später gingen sie gemeinsam zum Tanz. Die Goldbraut ist bekannt wie ein bunter Hund, denn sie hat 29 Jahre die Post ausgetragen. er

Heute dürfte das Haus von Elisabeth und Andreas Hansen voll werden – denn anlässlich ihrer goldenen Hochzeit haben sich viele Gäste angekündigt, darunter auch Sohn Rüdiger mit Lebensgefährtin. Natürlich hängt das auch damit zusammen, dass die Jubilarin durch ihren 29-jährigen Dienst bei der Post mit vielen Menschen Kontakt hatte und sich beim DRK und im Sozialverband engagiert.

Elisabeth Hansen, geborene Tedsen, wurde am 4. November 1944 in Drage geboren. Gemeinsam mit zwei Schwestern und drei Brüdern wuchs sie dort als Jüngste in der Runde auf. Vier Kühe und ein paar Schweine gehörten zum elterlichen Hof. „Wir Kinder mussten beim Rübenhacken und im Haushalt mithelfen“, erinnert sie sich. Nach der Schule ging es mit 15 Jahren acht Wochen zur Schwester nach Schweden. Dem Vergnügen folgte die Arbeit – zunächst im Haushalt bei den damaligen Besitzern der Ramstedter Mühle, dann bei einem Zahnarzt in Norderstapel und in einer Husumer Firma.

Ehemann Andreas Hansen wurde am 7. Dezember 1932 in Ramstedt geboren. Als Zweitältester wuchs er dort mit drei Brüdern und drei Schwestern auf. Weit zur Dorfschule hatte er es nicht, „denn de wär glix üm de Eck“. Nach der Konfirmation in der St.-Jacobi-Kirche zu Schwabstedt folgte die Arbeit in der Landwirtschaft. 1957 begann der Dienst bei Brown, Boverie & Cie (BBC). Damals wurde damit begonnen, die Nation zu „verkabeln“ und Masten für Stromleitungen aufzustellen.

„Andreas hett in de Krog im Ramstedt sedden un ick wär op 'n Wech na de Koopmann.“ Der erste Eindruck des Jubilars war dies: „Wat is dat denn för een Struppi?“ Angesichts ihres Haarschnitts hatte seine „Zukünftige“ schnell den Spitznamen „Struppi vun de Möhl“ weg. Im April 1961 gingen sie erstmals gemeinsam aus. Zwei Jahre später wurde geheiratet. 1970 kauften sie ihr Haus – das einen schönen Blick auf die Treene bietet. Im November 1973 begann die Braut bei der Post. Sie hatte stets Tüten mit Gummibärchen „för die Lütten ünnerwegens“ dabei. Viele Reisen hat das Ehepaar unternommen, von den USA bis nach Kuba und Hawai – sowie von Thailand und Ägypten bis nach Schweden. Von dort kommen heute auch Gratulanten.

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erstellt am 22.Aug.2013 | 14:19 Uhr

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