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Husumer Nachrichten

20. September 2017 | 04:15 Uhr

Rantrum : Zu wenig Platz für Kindergarten-Kinder

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinde Rantrum sucht jetzt nach Anbau-Möglichkeiten.

von
erstellt am 13.Jul.2017 | 18:00 Uhr

Die Kindertagesstätte in Rantrum sei randvoll, erklärte Bürgermeister Horst Feddersen (SPD) auf der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung. Aus diesem Grund zieht eine Gruppe ab August ins Landjugendheim – die Genehmigung der Aufsichtsbehörde wurde für ein Jahr erteilt. „Gibt es noch eine Ecke am Kindergarten, an der wir anbauen können?“, fragte der Gemeindechef das Gremium. Schulausschussvorsitzender Hans Jürgen Becker (FDP) schlug vor, „mal zu prüfen, ob nicht auch am Schulgebäude eine Anbaumöglichkeit besteht“. Einstimmig votierte der mit acht von neun Mitgliedern tagende Gemeinderat dafür, dass der Bauausschuss einen Planer einladen und ausloten soll, ob an Schule oder Kindergarten angebaut werden kann.

Bei zwei Enthaltungen wurde auch nachträglich dem Bau des großen hölzernen Glockenturmes zugestimmt, der sich im Bereich der Baumkirche befindet. In Kürze soll der Turm feierlich eingeweiht werden.

Von den ungenutzten Container aus Erstaufnahme-Einrichtungen für Flüchtlinge, die das Land Schleswig-Holstein kostenlos verteilt, hat Rantrum gleich fünf abbekommen. „Jeder dieser Container kostet eigentlich 18.000 Euro – nur um mal den hohen Wert aufzuzeigen“, betonte Feddersen.

Umso weniger erfreulich ist die Nachricht, dass zum Jahresende der Gasthof Harmsen seine Türen endgültig schließen wird. Die Gemeinde möchte den Traditions-Gasthof gerne kaufen und mit einem Pächter weiterbetreiben. „Doch“, so der Bürgermeister, „das alles ist nicht einfach – wir können keine Gaststätte übernehmen, wenn wir keinen Gastwirt haben.“ Dabei sei die Auftragslage gut – unter anderem übernachten die Fahrer mehrerer großer Möbelfirmen auf ihren Auslieferungstouren im Gasthof Harmsen. „Wenn wir da nicht schnell in Gang kommen, suchen die großen Möbelhäuser woanders nach Übernachtungsmöglichkeiten – und dann ist der Zug hier abgefahren“, gab Feddersen zu bedenken.

Zur Situation im „Schlickackerweg“ hatte ein Ausschuss-Termin vor Ort stattgefunden (wir berichteten). Jetzt gab der Bürgermeister die Ergebnisse einer einwöchigen Mess-Aktion bekannt. Grundsätzlich gilt in dieser Straße Tempo 30. Trotzdem waren zahlreiche Autofahrer schneller bis deutlich schneller unterwegs. Mit einer Geschwindigkeit zwischen 31 und 85 km/h fuhren zusammengerechnet 390 Fahrzeugführer am Messkasten vorbei. „Und einer hat die Strecke dann doch tatsächlich im Bereich zwischen 96 und 100 km/h getestet – um mal zu sehen, was man da machen kann“, zeigte sich der Gemeindechef entsetzt.

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