Lebensmittelkontrolle in Husum : Zu warm: Polizei lässt 1600 Kilo Dönerfleisch vernichten

Dönerfleisch dürfte zumindest in einem Husumer Betrieb gerade Mangelware sein.
Dönerfleisch dürfte zumindest in einem Husumer Betrieb gerade Mangelware sein.

Weil das Fleisch nicht ordentlich gekühlt war, ließ die Polizei insgesamt 83 Döner-Spieße vernichten.

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03. Juli 2018, 10:52 Uhr

Am Montagnachmittag hat die Polizei einen Klein-Lkw kontrolliert, in dem Dönerfleisch transportiert wurde. Den Beamten fiel auf, dass die Ware offensichtlich nicht ordnungsgemäß gekühlt worden war. Außerdem war der Laderaum verschmutzt, deshalb riefen sie Mitarbeiter der Lebensmittelkontrolle des Kreises Nordfriesland hinzu. Messungen der Lebensmittelkontrolleure ergaben, dass sämtliche 70 Fleisch-Spieße nicht den vorgeschrieben Kältegrad erreicht hatten (minus 7 bis minus 9 Grad statt der erforderlichen minus 18 Grad). Die Lebensmittelkontrolleure ordneten die Vernichtung der Ware an. Zudem wurden die 13 Dönerspieße, die zuvor in ein Husumer Geschäft ausgeliefert worden waren, konfisziert und mit den auf dem Fahrzeug befindlichen Dönerspießen unter Aufsicht der Polizeibeamten bei der Tierkörperverwertung in Jagel beseitigt. Insgesamt wurden 1600 Kilogramm vernichtet. Der Berliner Unternehmer beliefert Döner-Restaurants in ganz Schleswig-Holstein - neben dem Lokal in Husum wollte er das Fleisch unter anderem nach Lübeck und Eckernförde bringen.

Zudem stellten die Beamten fest, dass das Fahrzeug um 28 Prozent überladen war. Der Fahrer sowie der Unternehmer erhält nun eine Strafanzeigen nach dem Lebensmittelrecht.

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