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Problem in Breklum : Zu viele Autos – zu wenig Parkplätze

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Verschärfte Situation vor dem Feuerwehrgerätehaus in Breklum. Privatwagen versperren häufig Rettungsfahrzeugen den Weg. Der Bau- und der Jugendausschuss suchen nach einer Lösung. Angedacht ist, die Zufahrt zum Gerätehaus mit einer Schranke zu versehen.

Vollalarm: Die Blaujacken der Freiwilligen Feuerwehr Breklum müssen ausrücken. Die Zeit drängt. Doch die Parkplätze für die Einsatzkräfte vor dem Gerätehaus am Osterbach und die Ausfahrt sind durch Privatautos blockiert. Ein Szenario, das allein bei der Vorstellung bei Wehrführer Thomas Banze schon den Stress-Pegel hochschnellen lässt. Erst Anfang des Jahres war wieder so ein Fall gewesen. Die verbotenerweise abgestellten Privatwagen mussten in Windeseile weggefahren werden, damit die Einsatzfahrzeuge ausrücken konnten. Zum Glück hielten sich die Fahrer im gegenüberliegenden Kirchspielskrug auf, so dass sie rasch „in Marsch gesetzt“ werden konnten.

Mit dieser Problematik sowie der Neugestaltung der Zufahrt für die Feuerwehr inklusive Lösung weiterer Parkprobleme am Kindergarten und am Dorfplatz befassten sich die Mitglieder des Bau- und des Jugendausschusses der Gemeinde Breklum in einer gemeinsamen Sitzung.

90 Kindergartenkinder, 17 Mitarbeiterinnen des kommunalen Kindergartens und eine einsatzfähige Mannschaft der Feuerwehr agieren zwar in getrennten Räumen, doch nutzen sie einen gemeinsamen Gebäudekomplex. Im linken Teil befindet sich das Gerätehaus mit Fahrzeughalle und Nebenräumen, im rechten die Kindertagesstätte. Die Parkplätze vor der Halle sind den Blaujacken vorbehalten, damit sie im Ernstfall ohne Zeitverlust ihre Privatfahrzeuge abstellen können. Die Praxis zeigt aber immer wieder, dass viele Autofahrer trotz Verbotsschild dort parken. Und schlimmer noch: Sie stellen ihre Vehikel im Bereich der Zu- und Ausfahrt der Feuerwehr ab. Auch Eltern, die ihre Kinder zur Tagesstätte fahren und später wieder abholen, nutzen die Stellflächen zum Parken. Meist zwar nur kurzfristig, aber dennoch im Halteverbot.

Breklums Wehrführer schlug vor, eine Schrankenanlage zu installieren, damit wirklich niemand mehr auf das Grundstück fahren kann. Im Notfall könne die Schranke via Internet durch die Leitstelle in Harrislee entriegelt werden. Zusätzliche Parkmöglichkeiten sollten auf dem Dorfplatz geschaffen werden. Die Eltern, die den Kindergarten anfahren, müssten dann auf den Platz ausweichen oder in der Küstersmeede halten, nämlich dort, wo die Mitarbeiter ihre Parkplätze haben. Das Gremium stimmte bei einer Enthaltung dem Vorschlag grundsätzlich zu. Allerdings wollen sich die Ausschussmitglieder noch einmal in einer Arbeitssitzung im Detail mit dem Thema Schaffung weiterer Parkplätze befassen.

Weil die Fördermittel knapp sind, soll der Antrag umgehend auf den Weg gebracht werden. Immerhin geht es bei einer voraussichtlichen Investitionssumme von rund 52 000 Euro um die Erstattung von 50 Prozent der Nettokosten mit anteilig rund 26 000 Euro.

„Die Lösung ist nicht optimal“, so Kindergartenleiterin Brigitte Dethlefsen auf Nachfrage der Husumer Nachrichten. Würde es nach ihr gehen, sollten die Parkplätze vor dem Gerätehaus weiterhin für die Eltern zugänglich bleiben. Der Weg von der Küstersmeede zum Haupteingang sei ihnen nicht zuzumuten, ist sie der Meinung. Meist seien die Mütter mit Kind und Kegel, dazu noch einen Kinderwagen vor sich herschiebend, vom Auto zum Kita-Eingang unterwegs.

An der Küstersmeede gebe es nur einen Personaleingang, den Eltern allerdings nicht benutzen dürfen, weil der Weg direkt durch die Küche führt. Und die dürfe aus hygienischen Gründen keinesfalls von Außenstehenden betreten werden. Zudem hätten die Mitarbeiter selbst schon nicht genug Parkflächen, so dass sie auf freie Plätze in der Straße ausweichen müssten. Wenn dann noch Eltern – meistens unter Zeitnot – auf der Suche nach einem freien Parkplatz dazukämen, könnte das chaotisch werden. Der Ansturm auf die Einrichtung sei morgens und mittags sehr hoch. Zudem werden täglich bis zu 40 Mittagessen am Personaleingang angeliefert.

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