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Schobüller Seebrücke : „Zu Saisonbeginn ist der Steg fertig“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Reparatur der Schobüller Seebrücke nach den winterlichen Sturmschäden kostet 25.000 Euro. Diese Woche wird mit der Arbeit begonnen.

„Barbara“ hat ganze Arbeit geleistet: Mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde war das Sturmtief Ende Dezember 2016 über Nordfriesland hinweggefegt und hat dabei gleich mal einen Teil des Schobüller Badestegs mitgenommen. Die Plattform am Ende des 270 Meter langen Bauwerks blieb zwar intakt, ist aber seitdem nicht mehr erreichbar: Zwei Segmente des Stegs und damit zehn Meter Holz fehlen. „Wir haben die zwar aus dem Wasser fischen können, aber verwendbar war das Material nicht mehr“, sagt Klaus Lorenzen, der Leiter der städtischen Tiefbauabteilung. In dieser Woche nun beginnt die von der Stadt beauftragte Baufirma mit der Reparatur der Seebrücke.

„Eigentlich wollten wir damit schon zu Ostern fertig sein“, so Lorenzen weiter. Das habe nicht geklappt, weil die Bestellung des benötigten Holzes länger als erwartet gedauert habe. „Abhängig vom Wetter wird die Firma das wohl aber mit zwei Wochen Arbeit schaffen.“ Zu Saisonbeginn Ende Mai werde daher wieder alles in Ordnung gebracht sein. 25.000 Euro seien für die Erledigung der Arbeiten veranschlagt worden.

Ebendiese Summe habe auch die letzte große Reparatur des Badestegs gekostet: „Im November 2010 hat Eisgang die Brücke stark beschädigt“, erinnert sich Lorenzen. Auch damals habe ein Teil des Stegs durch eine Fremdfirma neu aufgebaut werden müssen. Normalerweise werde das Bauwerk im Frühjahr mit Bordmitteln durch den Kommunalen Service-Betrieb Husum (KSH) wieder klar für die Saison gemacht: „Die Brücke wird vom KSH gereinigt und auf Beschädigungen überprüft“, erläutert Lorenzen. Kleinere Reparaturen würden in Eigenregie vorgenommen werden. „Die Bohlen nachschrauben und ähnliches.“ So sei die Brücke im Normalfall keine Belastung für das chronisch knappe Stadtsäckel. Und selbst die 25.000 Euro Reparaturkosten jetzt und vor sechseinhalb Jahren müsse man im Verhältnis sehen und auf den gesamten Betrachtungszeitraum herunterbrechen, stellt der Tiefbauabteilungsleiter klar. „Wenn wir die Brücke jedes Jahr im Herbst ab- und im Frühjahr wieder neu aufbauen würden, wäre das nämlich wesentlich teurer.“

Den schweren Wetterunbilden des Jahres 2013 hat die Seebrücke übrigens getrotzt: Zwar hatten auch im Januar durch Sturmböen an Land gedrückte Eisschollen dem Steg zugesetzt und Reibungsspuren auf den Lattungen hinterlassen. „Aber das war kein Vergleich zu 2010, wo so viel Eis auf der Brücke lastete, dass Mitarbeiter des Bauamtes mit Brechstangen anrücken mussten, um Schlimmeres zu verhindern.“ Damals war sogar das Kopfstück der Brücke vom Steg getrennt und auf die See hinausgetragen worden. Und auch im Oktober und November 2013, als „Christian“ und „Xaver“ ihre Spuren der Verwüstung durch die Region zogen, blieb der Steg intakt. „Es kommt immer darauf an, von welcher Richtung Wind und Wellen kommen“, erklärt Klaus Lorenzen das Phänomen. „Das ist bei der Schobüller Seebrücke nicht anders als bei den Deichen.“

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erstellt am 25.Apr.2017 | 10:00 Uhr

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