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Naturzentrum Bredstedt : Zu Gast bei Fuchs und Dachs

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Naturzentrum Nordfriesland bietet im September einen Second-Hand-Basar für gut erhaltene Kinderkleidung und Spielzeug. Im Oktober steht dann der Apfeltag im Fokus und im November gibt es „Kunst trifft Natur“.

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erstellt am 14.Sep.2014 | 12:30 Uhr

Ausstellungsstücke und Schausammlungen präsentieren die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Naturzentrums Bredstedt. Mit viel Liebe zum Detail sind die Flora und Fauna Nordfrieslands zu sehen: Geest, Watt, Moor, Nationalpark Wattenmeer und die Halligen. In zwei Wochen am Sonnabend (27.) ab 11 Uhr geht mit einem Second-Hand-Basar für gut erhaltene Kinderkleidung und Spielzeug der Veranstaltungskalender auf die Zielgerade. Bis 14 Uhr können dann Interessierte fast alles rund ums Kind erwerben. Nachhaltigkeit steht also nicht nur im Programmheft des Naturzentrums, sondern wird umgesetzt – auch bei Kleidung oder Spielzeug. Die Besucher in der Bahnhofsstraße können sehen und erleben wie Wald und Meer sowie deren Bewohner funktionieren. Die Referentin des Naturzentrums, Annemarie Matthießen, erklärt den Gästen das Motto : „Wir müssen an die Tiere und Pflanzen denken. Sie waren vor uns da.“ Für die Mitarbeiter ist eine intakte Natur die einzig wichtige Ressource.

Am Sonnabend, 18. Oktober, wird es dann den bekannten Reigen um Deutschlands wohl beliebtestes Obst geben – den Apfeltag. Der Gärtnermeister Thomas Andresen stellt verschiedene Bäume und Sträucher vor. „Auch den gelben Richard. Den Apfel des Jahres 2014“, verrät Annemarie Matthießen. Desweiteren werden den Bredstedtern oder den Urlaubern auch Gemüse vom Finkhauskoog und Fleisch von Naturrindern aus Wohlde (Kreis Schleswig-Flensburg) präsentiert.

Zudem gilt der Begriff Nachhaltigkeit auch für die letzte Veranstaltung dieses Jahres „Kunst trifft Natur“ zu. Unter anderem werden teilnehmen: Andrea Gose (Bilder, Skulpturen), Heiko Westphal (Fotografien mit grafischen Effekten) und Inge von Krottnaurer (Arbeiten aus Papier). Annemarie Matthießen berichtet aber in der Beschreibung des abschließenden Höhepunkts des Veranstaltungskalenders auch von weiteren Künstler, die ihre sehr ausgefallenen und gebrauchsfähigen Arbeiten am Sonntag, 9. November, präsentieren werden.

Im kommenden Frühjahr geht es dann mit neuer Kraft in die neue Saison. Bekanntermaßen wird dann auch wieder vor dem eigentlichen Beginn mit dem Bücherflohmarkt im Mai, Ende März die Pflanzenbörse stattfinden. Damit hat das Naturzentrum laut Annemarie Matthießen bereits seit Beginn dieser Aktion 45 000 Pflanzen an den Mann gebracht. „35 verschiedene Sorten aus der Region gibt es “, verkündet die Referentin des Hauses stolz. Keine Exoten aus Australien – sondern Wildsträucher, die hier heimisch sind, werden den Besuchern präsentiert.
Zum Trägerverein des Hauses zählen die Kreisjägerschaft und Angler Nordfrieslands und der Verein für Naturschutz und Landschaftspflege Mittleres Nordfriesland. Die Mitwirkenden widmen sich der Heimatkunde unter dem Titel Natura 2000. Sie sind stolz auf die Artenvielfalt und schützen Naturräume. „Natura 2000 ist in Bredstedt landesweit einmalig“, betont die 67-Jährige Referentin. Annemarie Matthießen lebt seit 23 Jahren in der kleinen Stadt. Als der Trägerverein 2003 die Verantwortung für das Naturzentrum übernahm, schloss sich die gebürtige Eiderstedterin dem Haus an. Die frühere Assistentin der Geschäftsleitung eines Flensburger Unternehmens möchte den Menschen, die sich das Naturzentrum als Ausflugsziel ausgesucht haben, etwas bieten. Die 5500 Bredstedter müssten laut ihrer Erfahrung nicht begleitet werden, wenn Besuche auf der Hamburger Hallig oder Nordstrand anstehen, um etwa beim Biikebrennen dabei zu sein. Diese Gruppenangebote werden häufig von Hamburgern gebucht, berichtet sie. Das Haus sei auch touristischer Anlaufpunkt. Ein wesentlicher Wirtschaftsfaktoren der Stadt. Allerdings nutzen auch Bredstedter das Angebot des Naturzentrums, wenn Kindergeburtstage dort gefeiert werden. „Dann wird nebenbei auf einer Haus-Rallye noch etwas gelernt“, erklärt Annemarie Matthießen mit einem Lächeln. Bis zu 6000 Gäste besuchen insgesamt das Haus pro Jahr.

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