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Jackpot im Visier : Zielgerade für die Zukunftsstadt erreicht

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Friedrichstadt hofft auf mehr als 100.000 Euro aus einem bundesweiten Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die erste Etappe wurde im vergangenen Jahr geschafft, es gab rund 35.000 Euro.

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erstellt am 21.Jan.2016 | 09:00 Uhr

Die Zielgerade ist erreicht. Friedrichstadt bereitet sich darauf vor, bundesweit in die Riege der Zukunftsstädte vorzustoßen. Immerhin, die erste Etappe nahm das Holländerstädtchen bereits im vergangenen Jahr souverän. Für seine Ideen zur weiteren Stadtentwicklung wurde es mit 35.000 Euro aus dem Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) belohnt. Die Kleinstadt hatte sich unter 280 Teilnehmern im Wettbewerb „Wie sieht die Stadt von morgen aus?“ durchgesetzt. Sie gehörte zu den 52 Kommunen, die somit das erste Etappenziel erreicht haben. Nun werden alle Kräfte gebündelt, um den Jackpot zu erringen.

Wenn dies gelingt, das Konzept von Bürgern und Politik die Jury überzeugt, dann winken Friedrichstadt weit mehr als 100.000 Euro, die zur Realisierung der eingebrachten Ideen verwendet werden müssen.

Begonnen hat eigentlich alles mit den Klagen der Bürger, der Kaufmannschaft und der Stadt über die vielen Leerstände. Daraufhin kam die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland ins Spiel. Deren Regionalmanager Tilmann Meyer und Stadt-Kurator Michael Schäfer begannen mit ihrer Arbeit. Sie mieteten ein leerstehendes ehemaliges Geschäftshaus direkt am historischen Marktplatz. Dort bei „Theorie und Praxis“ treffen sich seither engagierte Bürger, um Lösungsansätze für eine Wiederbelebung der Stadt zu finden. Dabei gibt es keine festen Vorgaben, sondern der Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt. Im Laufe der Arbeit gab es allerdings auch Unstimmigkeiten. So forderte etwa Bürgermeister Eggert Vogt, dass nur über realisierbare Dinge gesprochen werden sollte. Die Verlängerung von Grachten bis in das Neubaugebiet im Osten der Stadt gehörten seiner Einschätzung nach nicht dazu. Doch mittlerweile nimmt das Zukunftskonzept konkrete Formen an.

Die Ergebnisse von Befragungen, Gesprächen und Zusammenkünften wurden zusammengetragen und jeweils einige Punkte ausgewählt. Nun sollen insgesamt vier Arbeitsgruppen ins Leben gerufen werden, die mit den vier Ausschüssen der Stadt: Bau, Planung und Denkmalpflege, für Schule, Jugend, Sport und Soziales, für Wirtschaft und Tourismus und für Umweltschutz, Landschaftspflege, Energie und Technik verzahnt werden. Jedem dieser Gremien sind einige Themen zugeordnet, mit denen es sich intensiv befassen soll. Daraus wiederum werden die konkretesten Dinge herausgefiltert und schließlich als Extrakt und Auswahl von Bürgern und Lokalpolitikern bei dem Wettbewerb eingereicht.

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe machte der Bauausschuss im Sitzungssaal des Rathauses. Immerhin gelang es dem Vorsitzenden, Jann Peter Büddig, insgesamt sieben Personen für die Mitarbeit zu gewinnen. Doch damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht, denn jeder interessierte Bürger ist willkommen, in den Arbeitsgruppen mitzuarbeiten. Allerdings soll es Sitzungstermine erst dann geben, wenn auch die anderen städtischen Ausschüsse ihre jeweilige AG ins Leben gerufen haben.

Für Bau, Planen und Denkmalpflege wurden folgende Themen in einer Dokumentation bereitgestellt: Kletterhalle (indoor), Mehrzweckgebäude, Barrierefreiheit – dazu gibt es eine Bachelorarbeit der Fachhochschule Heide , Stadt pflegt sich selbst, B5-Beschilderung (Hinweise), Hotelprojekt am Hafen, Sauna auf oder an der Treene, Spielnetze, Gestaltungsbeirat, altengerechtes Wohnen, Quartiersentwicklung und Exkursionen. Dabei, so unterstrich Stadt-Kurator Michael Schäfer in der Zusammenkunft, müssten nicht zwingend alle Vorgaben intensiv bearbeitet werden. Es bleibe den einzelnen Gruppen überlassen, die für sie wichtigsten Themen herauszupicken. Die Ergebnisse werden mit denen der anderen Arbeitsgruppen zusammengelegt, die erfolgversprechendsten ausgewählt und beim Wettbewerb eingereicht.

Die Arbeitsgruppe für den Ausschuss Umweltschutz, Landschaftspflege, Energie und Technik wird heute ab 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses ins Leben gerufen, die des Ausschusses Schule, Jugend, Sport und Soziales am Dienstag (26.) ab 19 Uhr im Rathaus und die des Ausschusses Wirtschaft und Tourismus am Donnerstag (28.) ab 19 Uhr, ebenfalls im Rathaus. Interessierte Bürger sind willkommen, zudem ist die Mitarbeit auch in mehreren Arbeitsgruppen möglich.

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