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Halebüller Steg : Zertrümmert und wieder aufgebaut

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Gemeinsame Anstrengung rettet den Halebüller Steg.

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erstellt am 14.Mai.2013 | 06:13 Uhr

Husum | Es ist geschafft: Ab sofort kann der Halebüller Steg wieder betreten und zum Baden genutzt werden - zur Freude der Schobüller und natürlich der Feriengäste. Zwei Sturmfluten und der schwere Eisgang hatten dem Steg im Januar massive Schäden zugefügt, so dass jetzt nicht mehr nur Reparaturen wie in den vergangenen Jahren, sondern ein teilweiser Neuaufbau notwendig war. Auf 120 Meter Länge waren alle Laufbretter, Handläufe und Stützrundhölzer von den Naturgewalten zertrümmert worden. Mit hohem Arbeitsaufwand mussten die Reste beseitigt, Materialbeschaffung und Mitarbeit organisiert und die Spendenbereitschaft der Schobüller Bürger angesprochen werden. Ab Mitte April war dann für zwei Tage der Einsatz der freiwilligen Helfer angesetzt.

Die Aufbauarbeiten begannen mit dem Einbringen von rund 40 mehr als drei Meter langen Rundhölzern in den Boden. Vom stiefelhohen Schlick aus montierten die Helfer Hunderte tragende Riegel an diesen Rundhölzern. Erst dann konnten die sechs Meter langen Laufbretter auf dem 400 Meter langen Hin- und Rückweg herangeschafft und verlegt werden. Die Bretter wurden mit fast 1000 Edelstahlschrauben befestigt.

Um 9 Uhr begannen die Arbeiten, die das Hochwasser dann jeweils am Nachmittag beendete. An beiden Tagen fanden sich 15 Schobüller zum gemeinsamen Wiederaufbau ein. Stärken konnten sie sich am liebevoll angerichteten Mittagessen der Eheleute Thauer und Hübbers. Danach war der Steg aber noch lange nicht fertig, es fehlten noch 20 Meter Laufbretter und zudem mussten noch mehr als 100 Meter Handläufe montiert werden. So war noch ein weiterer Arbeitseinsatz notwendig.

Heutzutage verabreden sich nicht so oft Menschen ohne finanziellen Anreiz und ohne Verein freiwillig zu gemeinsamer Arbeit. Zwar steht Jahr für Jahr die Arbeitsgemeinschaft Steg bereit, um mit sehr viel Zeitaufwand und körperlicher Anstrengung den zerstörten Steg wieder aufzubauen. Aber dieses Mal waren sie nicht allein: Auch sehr viele jüngere Schobüller fanden sich wie selbstverständlich zur Arbeit ein. Dazu kam noch ein sehr gutes Spendenergebnis.

Der Halebüller Steg steht jetzt als Wattzugang wieder zur Verfügung. Viele Schobüller verbinden mit diesem Steg Erlebnisse aus ihrer Jugendzeit und aus den Aufbaujahren der Häuser - eine Zeit, in der man noch häufiger miteinander sprach und sich immer gegenseitig half. Die diesjährige Arbeit am Steg war insofern auch ein idenditätsstiftendes Symbol dafür, dass dieser Gemeinschaftssinn noch vorhanden ist.

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