Gewoba Nord : Zeitgleich auf drei Baustellen

Sorgenkind: die Buche auf dem Gelände der früheren Volkshochschule.
Sorgenkind: die Buche auf dem Gelände der früheren Volkshochschule.

Neben den Siedlungen in Hockensbüll und in der Friedrichstraße ist die Gewoba Nord nun auch in der Theodor-Storm-Straße in Husum aktiv.

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16. August 2018, 18:00 Uhr

„Das gehört doch sicher auch der Gewoba, oder?“ Diese Frage ist in Husum häufig zu hören. Und womit? Mit Recht. Das Schleswiger Unternehmen nimmt unter den Wohnungsbaugenossenschaften in der Storm-Stadt inzwischen unangefochten den Spitzenplatz ein.

2018 war und ist es hier mit gleich drei großen Bauvorhaben vertreten. Eines davon, die Siedlung in Hockensbüll – sie drohte sich zwischenzeitlich zur unendlichen Geschichte auszuweiten und war für die Stadt unter anderem mit der Zahlung von Strafzinsen verbunden (wir berichteten) –, ist mittlerweile so gut wie abgeschlossen. „Aus unserer Sicht kann man das ,so gut wie‘ sogar streichen“, sagt die Leiterin des Bestandsmanagements Süd der Gewoba Nord, Laurie Finster. Tatsächlich sind die 82 Wohnungen und 13 Reihenhäuser, die entlang von Schobüller und Stettiner Straße entstanden, seit April fertiggestellt und komplett vermietet. 38 dieser Wohnungen sind öffentlich gefördert. „Das einzige, was noch fehlt, ist die Straße“, berichtet Finster.

Bauamtsleiter Jörg Schlindwein bestätigt das und erklärt, warum es an dieser Stelle hakte. Es habe doch recht lange gedauert, bis die notwendigen Genehmigungen aus Kiel vorlagen, sagt er. „Um keine Zeit zu verlieren, haben wir der Gewoba erlaubt, trotzdem schon mit dem Bau der neuen Wohnungen zu beginnen.“ Und inzwischen sei auch die Straße selbst ja schon schon im Werden.

Das trifft auch auf ein anderes Projekt der Gewoba zu. In der Friedrichstraße, dort wo einst die alte Iven-Agßen-Schule stand, entstehen 54 Wohnungen, von denen weitere zwölf öffentlich gefördert werden – also für Menschen gedacht sind, die es nicht so dicke haben. Die ersten Einheiten sollten noch vor Jahresende bezugsfertig sein, hofft Laurie Finster. Und auch hier gebe es bereits zahlreiche Reservierungen.

Bleibt das Grundstück auf dem Gelände der einstigen Volkshochschule in der Theodor-Storm-Straße. Hier haben die Arbeiten zwar gerade erst begonnen, bereiten einigen Anliegern aber schon ernsthafte Sorgen. Nachdem kürzlich eine stattliche Blutbuche einem Bauvorhaben an der Asmussenstraße im Weg stand, fürchten sie, dass hier der nächste alte Baum fallen könnte. Regelmäßige Besucher der alten VHS werden den Schattenspender am östlichen Rand des Geländes noch in Erinnerung haben. Auch hier handelt es sich um eine Buche. Doch der Bauamtsleiter beruhigt: „Der Baum steht nun wirklich ganz am Rande“, sagt Schlindwein und sieht – so wörtlich – „keinerlei Anlass dafür , dass er fällt“. Auf besagtem Gewoba-Gelände gegenüber dem Amtsgericht sollen 26 hochwertig ausgestattete innenstadtnahe Wohnungen mit Größen zwischen 52 und 95 Quadratmetern entstehen – darunter ein Penthouse mit Dachterrasse sowie ein „Townhouse“, das sich über zwei Ebenen erstreckt. Diese Wohnungen werden – wenn nichts dazwischen kommt – bis Oktober 2019 fertig sein.

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