Tönning : Wohnungsbrand im Dachgeschoss

Feuer in Tönning: Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz und kümmerten sich um die Bewohner.
Feuer in Tönning: Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz und kümmerten sich um die Bewohner.

Sämtliche Bewohner des Mehrfamilienhauses wurden evakuiert – einer von ihnen kam mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus.

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02. Juli 2018, 08:00 Uhr

Bei einem Dachstuhlbrand in einem Tönninger Mehrfamilienhaus ist am frühen Sonntagmorgen ein Mensch verletzt worden. Sechs Bewohner wurden nach Polizeiangaben in Sicherheit gebracht, einer von ihnen kam mit einer Rauchvergiftung in eine Klinik.

Alarm wurde um 2.45 Uhr ausgelöst. Die zentrale Leitstelle Nord in Harrislee alarmierte großflächig und arbeitete dabei übergreifend mit der zentralen Leitstelle West in Elmshorn zusammen. Aus den Landkreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und Dithmarschen rückten sechs Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge aus. Die Feuerwehr Tönning traf mit sieben Einsatzfahrzeugen und 30 Einsatzkräften die Feuerwehr Oldenswort mit drei Fahrzeugen und 20 Einsatzkräften, die Feuerwehr Kating mit einem Fahrzeug und fünf Feuerwehrleuten an die Einsatzstelle ein. Den Feuerwehrleuten schlugen helle Flammen aus einer Dachgeschosswohnung im dritten Stock entgegen. Atemschutzgeräteträger eilten in das Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen.

Und das war geschehen: In einer der beiden Dachgeschosswohnungen war ein Feuer ausgebrochen. Beim Versuch, dieses zu löschen, zog sich ein Mench schwere Verletzungen zu und musste vom DRK-Rettungswagen aus Stapel ins Westküstenklinikum verlegt werden. Sämtliche Bewohner des Mehrfamilienhauses wurden evakuiert. Die DRK-Bereitschaften aus Tönning-Witzwort und Garding rückten aus und kümmerten sich um die 15 Bewohner; in der DRK-Unterkunft wurden Feldbetten aufgestellt.

Aus St. Peter-Ording wurde das große Drehleiterfahrzeug angefordert, das unter Leitung von Wehrführer Norbert Bies mit vierköpfiger Besatzung um 3.31 Uhr eintraf. Die Drehleiter wurde auf zwölf Meter ausgefahren; Einsatzkräfte hoben die Dachpfannen an und bekämpften Glutnester. Die Durchgangsstraße wurde voll gesperrt.

Die Einsatzkräfte der beiden Streifenwagen forderten die Kripo nach, die aus Harrislee anrückte und die Ermittlungen noch in der Nacht aufnahm.

„Die oberen beiden Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar“, sagte Einsatzleiter Volker Sievers von der Tönninger Feuerwehr, „bei den darunter gelegenen Wohnungen müssen wir sehen, ob sie durch den Einsatz Wasserschäden aufweisen.“ Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Rettungsorganisationen habe sehr gut geklappt. Gegen fünf Uhr morgens beendeten die Wehren ihren Einsatz.

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