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Freude in Friedrichstadt : Wohnmobilstellplatz: Top in Europa

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Wohnmobilstellplatz Friedrichstadt wurde auf der Reisemesse in Essen ausgezeichnet. Es gab die bronzene Plakette, mehr als 2800 Leser einer Mobilzeitschrift wählten den erst zwei Jahre alten Platz.

Es ist schon ungewöhnlich. Um solch eine Auszeichnung kämpfen viele Wohnmobilstellplätze jahrelang, der in Friedrichstadt erhielt die bronzene Plakette bereits nach der zweiten Saison auf der großen internationalen Reisemesse in Essen verliehen. 2800 Leser der größten europäischen Wohnmobilstenzeitschrift Pro Mobil haben ihn als einen der attraktivsten europäischen Stellplätzen genannt. Eingeteilt in drei Kategorien nach Größe, errang der Platz im Holländerstädtchen den dritten Rang in der B-Gruppe – mittelgroß.

„Das ist ein toller Erfolg“, sagt Betreiberin Anja Andersen und weist daraufhin, dass diese Wahl ausschließlich von Lesern, also Nutzern, getroffen wurde. Bereits im August des vergangenen Jahres hatte zudem eine Fachjury der Zeitschrift den Platz auf dem Halbmondgelände zum Stellplatz des Monats gekürt. „Anscheinend machen wir fast alles richtig“, sagt Anja Andresen und erläutert, dass bis April die Erweiterung von den bisherigen 45 auf dann 65 Plätze erfolgt sein soll. Nach nur zwei Jahren, in Betrieb ging der Wohnmobilhafen am 28. Mai 2014, ist der Bedarf so gestiegen, dass nun neben 45 befestigten Plätzen auch zusätzlich 20 Grasplätze mit Stromkästen ausgerüstet werden. Diese konnten zwar auch schon in der Vergangenheit genutzt werden, aber entweder mussten die Gäste dann Kabelleitungen legen, oder sie waren auf ihr eigens Bordnetz angewiesen.

In Friedrichstadt wird der zunehmenden Schar von Eigenheimnutzern auf Rädern eine ganze Menge geboten. Alles ist auf dem neuesten Stand. Wer mit seinem Fahrzeug einchecken will, der zieht an der Schrankenanlage eine Karte, ähnlich wie bei einem Parkhaus. Damit kann er dann Strom und Frischwasser beziehen, Abwasser entsorgen und zusätzlich auch ein freies WLAN nutzen. „Wir können bis zu 250 Geräte zuschalten, und das Netz ist so schnell, dass unserer Gäste auch Filme anschauen können“, sagt dazu Anja Andresen. Viele Geschäftsleute, die mit einem Wohnmobil unterwegs sind, hätten den Platz angesteuert, um dort dann im Fahrzeug noch zuarbeiten. „Das funktioniert tadellos.“

Obwohl der Platz erst seit zwei Jahren betrieben wird, verzeichnet die Betreiber bereits jetzt einen ganz leichten Trendwechsel. Es kommen nämlich auch immer mehr jüngere Besucher. Zwar sei der Großteil noch immer im Rentenalter, aber die Vermietung der Fahrzeuge erfreut sich zunehmende Beliebtheit bei jüngeren Leuten, vor allem bei Familien mit Kindern.

Die Auszeichnung auf einer der größten deutschen Reisemessen spornt die Friedrichstädter natürlich an, wie Andresen sagt, denn nach der Bewertung „Bester Stellplatz des Monats“ ist der direkt am Sportboothafen liegende Platz auch bei „Topplatz 100“ aufgenommen worden. Das merke man, denn vermehrt würden Dänen, allgemein Skandinavier und jetzt auch Niederländer in das Holländerstädtchen kommen. „Aber noch stammen rund 81 Prozent der Gäste aus Deutschland.“

Anja Andresen, die auch im Tourismusbüro der Stadt am Marktplatz arbeitet, stellt fest, dass durch den Wohnmobilstellplatz mehr Gäste in die Stadt kommen. Zudem gibt es Untersuchungen, die belegen, dass Wohnmobilisten wesentlich mehr Geld an ihren Zielorten ausgeben, als andere Urlauber. In den wenigsten der vollausgestatteten rollenden Häusern wird nämlich gekocht, meist werden Restaurants aufgesucht. Ziel von den Friedrichstädter Platzbetreibern ist es, dass sich die Gäste wohlfühlen. Dafür wurde extra ein eingezäunter Hundefreilauf eingerichtet, ein Grillhügel geschaffen, Kräuter-Hochbeete stehen mitten auf dem Platz zur freien Nutzung und natürlich gibt es rund um den Platz auch Fruchtbüsche, die abgeerntet werden dürfen.

Investiert wurden in den Wohnmobilstellplatz Friedrichstadt rund 300  000 Euro, es gab auch Fördermittel von der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland.

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erstellt am 03.Mär.2016 | 10:00 Uhr

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