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Ostern Eröffnung : Wohnmobil-Stellplatz: Baustelle versinkt im Schlamm

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ostern soll der erste Friedrichstädter Wohnmobil-Stellplatz auf dem Halbmond-Gelände eröffnet werden. Obwohl es sich noch um eine Baustelle handelt, wird er bereits als Top-Platz in einem Wohnmobil-Portal beworben.

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erstellt am 17.Jan.2014 | 07:30 Uhr

Es ist schon etwas zu erkennen, auf dem Halbmondgelände am Hafen. Südlich des Vereinsheims des Wassersportvereins ist das Gelände planiert, sind Wälle aufgeschoben und ragen überall dicke Kabel aus dem Boden. Dort entsteht jetzt mit gut einem Jahr Verspätung der erste Friedrichstädter Wohmobilstellplatz. „Allerdings“, so Bauherrin Anja Andersen, „ruhen gegenwärtig die Arbeiten, der Boden ist viel zu aufgeweicht. Wir hoffen jetzt auf trockeneres Wetter, denn wir wollen gern unseren Zeitplan einhalten, schließlich wollen wir Ostern eröffnen.“

Doch schon jetzt wird die Friedrichstädter Anlage in der Liste von Topplatz geführt. Dieser Verbund von Stellplatzbetreibern, der auch auf Messen für Wohnmobilurlaub wirbt, hat Friedrichstadt aufgenommen. Mittlerweile sind dort 85 Plätze aus ganz Deutschland gelistet. Ein Vertreter von Topplatz hat Friedrichstadt besucht, die Baustelle unter die Lupe genommen, sich die Pläne und das Konzept genau angesehen sowie mit den künftigen Betreibern ausführliche Gespräche geführt. „Wir sind in die Liste aufgenommen, das ist ein toller Erfolg für uns“, freut sich Anja Andersen und weist darauf hin, das die Anlage in zwei Bauabschnitten entstehen wird. In der ersten Etappe werden 35 Stellplätze mit einer Grundfläche zwischen neun und elf Metern Länge und drei Metern Breite eingerichtet. Zu jedem Platz gehört nochmals die gleiche Größe an Grünfläche. „Die Gäste sollen nicht zusammengepfercht wie auf einem normalen Parkplatz stehen, sondern schon vor ihrem Fahrzeug Liegestühle oder einen Tisch aufstellen können“, unterstreicht sie. Zudem gibt es noch eine größere Grillecke, die auch von den Gästen des Sportboothafens genutzt werden darf, wenn deren eigener Platz belegt sein sollte. Auch an vierbeinige Reisende haben Anja Andersen und ihre Mitstreiter Dieter und Margit Rathmann gedacht. Abgezäunt entsteht im nordwestlichen Bereich eine Hundefreilauffläche.

Natürlich soll auch der Komfort stimmen. Daher können die Wohnmobilisten unter Dach die Chemietoiletten ihrer Fahrzeuge leeren, die Tanks spülen und Frischwasser auffüllen, schildert Anja Andersen den Plan.

Auf dem kleinen, rund um das Gelände aufgeschütteten Wall sind bereits gut 1500 Pflanzen gesetzt worden. Aber, „Christian“, „Xaver“ und die nachfolgenden zahlreichen Tiefs haben den Zeitplan verweht. Zwar sind die einzelnen Stellplätze zu erkennen, denn die erste Schicht Schotter wurde bereits aufgetragen, auch sind die jeweiligen Versorgungskästen zu sehen, doch sonst erinnert das Gelände noch nicht an einen der besten Wohnmobil-Stellplätze Deutschlands.

War ursprünglich vorgesehen, den Großteil der Parzellen quasi in einem großen U um eine Stellplatzinsel zu platzieren, wurde der Plan geändert. In der Mitte soll nun ein Hochbeet entstehen. Nicht mit bunten Blumen bestückt, sondern mit Küchenkräutern. „Unsere Gäste können dort alle notwendigen Kräuter frisch ernten, wenn sie selbst kochen.“ Die Friedrichstädter Anlage wird unter anderem von der Aktiv-Region Südliches Nordfriesland mit rund 30.000 Euro unterstützt. In der zweiten Bauphase für die Saison 2015 soll dann auch ein behindertengerechtes Sanitärhaus errichtet werden. Bereits jetzt wird auch für den Platz geworben, etwa auf der Reisemesse im dänischen Herning vom 21. bis 23. Februar.

In der im Internet unter www-top-platz.de zu findenden Beschreibung der Friedrichstädter Anlage heißt es unter anderem: „Besser als der großzügig angelegte, gut ausgestattete Wohnmobil-Stellplatz am Halbmond kann ein Stellplatz kaum liegen: Das historische Zentrum des zauberhaften Holländerstädtchens, der Alte Hafen und der Eiderdeich sind zum Greifen nahe.“

 

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