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Senioren-Residenz für Husum : Wohnen mit Service für Menschen ab 55

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Am Erichsenweg/Heckenweg soll eine durch das Deutsche Rote Kreuz betreute Senioren-Residenz entstehen.

von
erstellt am 19.Mai.2017 | 13:00 Uhr

Was genau wird auf der Fläche der abgerissenen Irene-Thordsen-Kongresshalle gebaut? Norbert Dreyer und Sönke Erichsen, die Geschäftsführer der dort geplanten Seniorenresidenz Schlosspark Husum GmbH, waren zu Gast im Umwelt- und Planungsausschuss und stellten erstmals Details ihres Vorhabens vor.

„Dort entsteht eine Service-Wohnanlage nach dem Motto ,So viel Selbstständigkeit wie möglich, so viel Hilfe wie erforderlich‘“, erläuterte Dreyer und legte Wert auf die Feststellung, dass „das kein verkapptes Pflegeheim“ werde. 55 bis 60 schwellenfreie Eigentumswohnungen mit zwei oder drei Zimmern sollen Bewohnern offen stehen, die mindestens 55 Jahre alt sind oder wo – im Falle von Lebensgemeinschaften – mindestens einer der Partner 55 ist. Für den Kauf gelte diese Altersgrenze natürlich nicht.

„Das soll eine Residenz für Menschen werden, die noch relativ gesund sind, aber Hilfe haben möchten und unter ihresgleichen leben wollen – lebendiges und attraktives Wohnen für die dritte Lebensphase“, pries Dreyer das Konzept an.

Kernstück der Anlage sei eine Service-Station des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das für die täglichen Belange der Bewohner zuständig sei und ihnen auch bei Alltags-Fragen und Problemen helfe, so Dreyer weiter. „Mit dem DRK haben wir schon bei einer gleichartigen Anlage in St. Peter-Ording gute Erfahrungen gemacht.“ Die DRK-Mitarbeiter würden zudem im geplanten Gemeinschaftsraum, der auch öffentlich nutzbar sei, Veranstaltungen organisieren. „Wir wollen einer Vereinsamung im Alter entgegenwirken“, so Dreyer.

Die Lage sei für die Residenz ideal: „Wenn man 75 oder 80 Jahre alt ist, geht man nicht mehr so schnell – da sind kurze Wege in die Stadt wichtig.“ Und bauliche Besonderheiten: „Etwa Fenster, die schon 60 Zentimeter oberhalb des Bodens beginnen – damit man, falls man mal krank im Bett liegt, trotzdem herausgucken kann.“ Weitere Einzelheiten erläuterte ein Mitarbeiter des beauftragten Hamburger Stadtplanerbüros Claussen-Seggelke: „Der Neubau wird sechsgeschossig an den siebenstöckigen, ehemaligen Hotelkomplex angeschlossen und endet am Heckenweg, wo der Haupteingang entsteht, mit fünf Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss.“ Die Parkplätze – mit einem Stellplatzschlüssel von 1,0 – seien für den hinteren Bereich geplant. Alle derzeit noch stehenden Restbauten zwischen dem Ex-Hotelgebäude und den Räumlichkeiten der Schützengilde würden abgebrochen.

Einwände kamen nur wenige aus dem Gremium. Frank-Hofeditz (Grüne) zeigte sich zwar befremdet darüber, dass man „überall auf generations-übergreifendes Wohnen“ hinarbeite, hier aber ein „Alten-Ghetto“ entstehen solle. Gegen diesen Ausdruck verwahrte sich Dreyer und verwies darauf, dass man ein Mehr-Generationen- Projekt versucht hätte, damit aber „krachend gescheitert“ sei. „Bei diesem Konzept hier soll keine Unruhe durch junge Leute entstehen.“ Und Alfred Mordhorst (CDU) ärgerte sich darüber, dass entgegen früheren Forderungen des Ausschusses mehr Bäume als geplant auf dem Areal fallen müssten. Das jedoch, so fand Horst Bauer (SPD), ließe sich durch Ausgleichsflächen kompensieren. So passierte der Aufstellungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 78 den Ausschuss einstimmig.

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