Trommelberg in Husum : Wohn-Projekt auf gutem Weg

<p>An der ehemaligen Pestalozzischule wird tüchtig gebaut.</p>

An der ehemaligen Pestalozzischule wird tüchtig gebaut.

Die Statthus-Gruppe hat in der ehemaligen Pestalozzischule noch Wohnraum frei.

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22. Januar 2018, 13:00 Uhr

Das Generationen übergreifende Wohnprojekt Statthus am Trommelberg entwickele sich wie geplant, so Michael Graf und Pamela Engel von der Projektgruppe. Und die Durchmischung sei gelungen: „Wir sind jetzt 34 zukünftige Bewohner und davon sind sieben unter 18 Jahre alt und zehn über 60“, sagt Graf. Tatsächlich sei der Andrang der Älteren auf die 23 Wohnungen – neun davon öffentlich gefördert – in der alten Pestalozzischule am Anfang so groß gewesen, dass die für das Projekt gegründete Genossenschaft eingriff und vordringlich nach Familien Ausschau hielt. „Aber jetzt sind noch drei kleinere Wohnungen frei, zwei mit je 50 und eine mit 60 Quadratmetern Größe“, erläutert Engel. Eine davon stehe für einen potenziellen Mieter mit Wohnberechtigungsschein offen. „Und den gibt’s ja nicht nur für Hartz-IV-Empfänger“, lockt Engel. Die Gruppe wolle auch zeigen, dass ein hoher Anteil an Sozialwohnungsbau möglich ist, ohne dass die anderen Bewohner dies durch höhere Mieten oder Kaufpreise mitfinanzieren müssen.

Die Bauarbeiten seien im Plan, derzeit werde das Schulgebäude entkernt. „Die Technik und der Estrich werden herausgerissen“, sagt Graf. Da der Statthus-Gruppe Klimaschutz wichtig sei, werde ein „ambitioniertes Erdwärme-System“ verbaut. Im November sollen die Wohnungen im Gebäude fertig sein. „Dann ziehen alle gemeinsam ein.“

„Gemeinsam“ ist ohnehin das verbindende Stichwort. „Auch wenn wir noch nicht zusammen wohnen, bilden wir doch schon eine Gemeinschaft und entscheiden alle Fragen im Konsens“, so Graf weiter. „Das dauert zwar, aber dafür haben diese Entscheidungen auch viel länger Bestand.“

Der Statthus-Gruppe gehört nur eine Hälfte des Grundstücks. „Auf der anderen wird ein Investor aus Rendsburg Mietwohnungen errichten.“ Der B-Plan sei in Arbeit. „Und die Stadt wird dann eine Erschließungsstraße als öffentliche Straße bauen.“ Da an dieser auch die Stellflächen für die Statthus-Gruppe liegen werden, müssen die Bewohner zunächst noch auf dem alten Schulhof parken. Am Ende sei aber ein Parkplatz-Schlüssel von 0,8 vorgesehen. Doch auch ein Carsharing-Projekt steht auf der Agenda: „Wir hoffen, mit dem Trommelberg die Keimzelle für einen Klima-Pakt wie in Flensburg zu werden, wo sich ganz unterschiedliche Nutzer zusammengefunden haben“, so Graf weiter.

Auch eine Erweiterung des Wohnprojektes ist schon festgelegt: „In spätestens acht Jahren muss noch ein Neubau mit weiteren zwölf Wohnungen fertig sein. das steht so im Kaufvertrag“, erklärt Graf.

Wer sich das Wohnprojekt genauer ansehen möchte: Auf der Internet-Seite der Genossenschaft ist ein virtueller Rundgang durch das Gebäude möglich. Und Mitglieder wie Interessierte treffen sich jeden dritten Donnerstag ab 19.30 Uhr zum Stammtisch im Mehrgenerationenhaus, Woldsenstraße 47.

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