Bredstedt : Wohin mit den Unterlagen des Amtes?

Im Keller des ehemaligen Bredstedter Rathauses wollen die Eigentümer dem Amt Mittleres NF einen geeigneten Raum für das Archiv mietweise zur Verfügung stellen.
Im Keller des ehemaligen Bredstedter Rathauses wollen die Eigentümer dem Amt Mittleres NF einen geeigneten Raum für das Archiv mietweise zur Verfügung stellen.

Das Amt Mittleres Nordfriesland denkt darüber nach, sein Archiv in Bredstedt unterzubringen.

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26. März 2018, 12:00 Uhr

Wohin mit den aufbewahrungswürdigen Dokumenten und Bildern, die einen sicheren Ort benötigen, um sie für die Nachwelt zu erhalten? – eine Frage die die Mitglieder des Finanzausschusses des Amtes Mittleres Nordfriesland in ihrer jüngsten Sitzung beschäftigte. Weder im Amtsgebäude in Bredstedt noch in den Räumen des Sozialzentrums in Breklum ist ausreichend Platz vorhanden. Der Leitende Verwaltungsbeamte Dr. Bernd Meyer informierte, dass kürzlich mit der Archivarin des Kreises Nordfriesland, Almut Ueck, leerstehende Räume im Keller des gemeinsamen Bauhofes von Bordelum und Langenhorn inspiziert worden sind. Es wurde aber festgestellt, dass die Wände feucht seien. Eine Trocknung wäre zu aufwendig und kostspielig.

Vor einigen Tagen hätten nun die neuen Eigentümer des ehemaligen Bredstedter Rathauses am Marktplatz einen Raum im Keller des Hauses angeboten, der sogar mit Regalsystemen ausgestattet ist. Von der Größe her mit gut 120 Quadratmetern sei er ausreichend, zudem beheizt und trocken, allerdings von der Miete her mit monatlich 441 Euro zuzüglich Betriebskosten von 50 Euro kein Schnäppchen. Das sind knapp 6000 Euro im Jahr.

„Gibt es Verhandlungsspielraum“, wollte die Bürgermeisterin von Drelsdorf, Antje Hansen, wissen. „Grundsätzlich glaube ich nicht, aber ich müsste es probieren, wenn ich ein Votum dafür bekäme. Bedenken sie aber, dass Regale auch ihren Preis haben, wenn wir sie extra anschaffen müssten“, so Dr. Meyer. „Müssen wir überhaupt ein Archiv haben? Was sind das für Dokumente, die wir da verwahren. Kann nicht jede Gemeinde selbst dafür sorgen“, fragte Bargums Bürgermeister Bernd Wolf. Grundsätzlich gehe es, so der Leitende Verwaltungsbeamte, um historisch bedeutsame Dinge, wie Fotografien, Protokolle der Sitzungen, wichtige Schriftwechsel und Dokumente, die unbedingt erhalten bleiben müssen. Meist würden ja viele Dinge im Hause der Bürgermeister irgendwo lagern, an die später kaum jemand denke und die somit dann verschollen seien.

„Ich halte eine fachgerechte Aufbewahrung für wichtig. Ich habe tatsächlich vieles bei mir und wäre froh, wenn ich das abgeben könnte, zumal ich im Mai aufhöre“, erklärte Struckums Bürgermeister Andreas Petersen. Mitglied Dr. Edgar Techow stimmte dem zu und fand den Mietpreis unter den guten Bedingungen und ob der zentralen Lage für angemessen. Schließlich votierte das Gremium einstimmig für die Anmietung mit der Maßgabe, noch einmal wegen der Miete zu verhandeln.

Weiter stimmten die Ausschuss-Mitglieder einstimmig für die Jahresabschlüsse 2013 und 2014. Die umfangreichen Zahlenwerke hatte zuvor Nico Wischnewski von der Finanzabteilung des Amtes erläutert. Seine positiven Botschaften: „Die liquiden Mittel sind Ende 2014 auf 2,5 Millionen Euro gestiegen. Sowohl 2013 als auch 2014 konnten Überschüsse erzielt werden, die in 2014 sogar die Rücklagen auffüllten.“ Der Jahresüberschuss 2013 von gut 306.500 Euro soll also mit dem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag verrechnet werden. Er vermindert sich dadurch auf rund 306.200 Euro. Der Jahresüberschuss 2014 liegt bei knapp 327.000 Euro. Damit kann dann der Fehlbetrag ausgeglichen werden. Der Rest wird auf die Ergebnisrücklage und die Allgemeine Rücklage verteilt.












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