Besichtigung in Drelsdorf : Wo Tiere wie im Paradies leben

<strong>Haben ein großes Herz</strong> für Tiere: Gitta und Hannes Grünberg aus Drelsdorf-Morgenstern. Foto: mone
Haben ein großes Herz für Tiere: Gitta und Hannes Grünberg aus Drelsdorf-Morgenstern. Foto: mone

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02. Juni 2010, 03:59 Uhr

Drelsdorf | Mensch, Tier und Natur im Einklang: Auf der privat geführten Tierfarm von Gitta und Hannes Grünberg auf Drelsdorf-Morgenstern ist die Welt noch in Ordnung. Das Gefühl hat jeder, der die beiden in ihrem selbst geschaffenen Paradies besucht. Am Sonntag (6.) hat die Öffentlichkeit Gelegenheit, Einblick zu nehmen. Im Rahmen der Lammtage präsentieren sich Rennmaus, Chinchilla, Meerschweinchen & Co. von 10 bis 16 Uhr. Ein buntes Rahmenprogramm mit Bernsteinschleifen, Holzarbeiten, Schafscheren, Ponyreiten und vielem mehr erwartet die Besucher. Bei Grünbergs Nachbarn, Heinrich und Magret Jensen sowie Arne und Tina Jensen, bietet der Landfrauenverein Drelsdorf und Umgebung Kaffee und Kuchen an.

Verteilt auf drei Hektar Land tummeln sich annähernd 250 Tiere vor ansehnlicher Kulisse. Neugierig schauen einen die Augen verschiedenster Tiere an, es gibt kaum Berührungsängste - alles im Lot. Eine Laufente schaut vorbei, ein Lama lauscht interessiert den Gesprächen, und ein Pfau stolziert auf dem Dach. Jedes Tier hat seine Geschichte, manches auch ein Schicksal, das die Grünbergs ihnen so gern erspart hätten. Bei dem Ehepaar werden öfters Tiere abgegeben, für die sich niemand mehr interessiert oder deren Halter sich übernommen haben. Andere wurden einsam oder verletzt am Straßenrand gefunden. Mancher Vierbeiner wurde aber auch von den tierlieben Grünbergs selbst angeschafft.

Grünbergs haben ihr Leben vollends nach den Vier- und Zweibeinern ausgerichtet. Urlaub? Steht nicht zur Diskussion, denn den haben sie doch jeden Tag, sagen sie. Beim Blick über das große Gelände und in die einzelnen liebevoll gestalteten Gehege wird schnell klar, dass die beiden jede freie Minute in die Hege und Pflege der tierischen Mitbewohner stecken. "Wir nehmen nicht immer neue Tiere auf, sagen nicht immer ja", so Gitta Grünberg. Der Grund: "Wenn man Menschen die Probleme zu schnell abnimmt, machen sie sich neue."

Der Großteil der Tiere hat Namen. So stapft Pfau Moses erhaben in die nächste Runde, die Katzen Lissy, Kjara und Bagira schauen vorbei, und die Kaninchen Herr Hansen und Herr Thomsen knabbern gemächlich am Gemüse. Während die sibirischen Streifenhörnchen noch fest schlafen, sind die Zwergziegen Isa und Ben schon lange auf den Beinen. Die Spornschildkröten Otto und Erna halten hingegen nicht so viel von Bewegung, doch die Gänse Alfons und Agathe machen es ihnen vor, indem sie gemächlich im Wasser schwimmen. Die Esel Hermann und Karl-Otto laufen auf der sattgrünen Wiese, in bester Gesellschaft mit Ponys, zwölf verschiedenen Rassen an Schafen, Ziegen und Lamas. Kleine Kängurus sind gleich nebenan, Wachteln, Wellensittiche, chinesische Baumstreifenhörnchen und viele Arten mehr ebenfalls.

"Bevor wir uns Tiere zulegen, lesen wir so viel wie möglich über deren artgerechte Haltung", so Gitta Grünberg. Die Zwei- und Vierbeiner fühlen sich sichtlich wohl, sind gut genährt. Dahinter steckt intensive Arbeit, die mit dem Vertrauen der Tiere belohnt wird. Ein Ruf, ein Pfiff: Hälse strecken sich, Ohren werden ausgerichtet und Hufe, Tatzen, Pfoten sowie Füße in Bewegung gesetzt. "Für uns ist es der schönste Fleck auf Erden. Das ist unser Morgenstern", sind sich Gitta und Hannes Grünberg einig.

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