Leuphana-Sommerakademie : Wo Lernen in den Ferien Spaß macht

Gemeinsam für ein Ziel: Ulrich Wacker, Hans Thomas Hansen, Dana Smith, Sarah Schmidt, Cazy Franke, Gyde Carstensen, Maren Voßhage-Zehnder und Antke Kreft.
Gemeinsam für ein Ziel: Ulrich Wacker, Hans Thomas Hansen, Dana Smith, Sarah Schmidt, Cazy Franke, Gyde Carstensen, Maren Voßhage-Zehnder und Antke Kreft.

Vier Schülerinnen der Gemeinschaftsschule Husum Nord sind dieses Jahr bei der Leuphana-Sommerakademie auf dem Scheersberg dabei. Gesponsert wird ihr Aufenthalt dort durch die Husumer Rotarier.

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30. Juli 2014, 08:30 Uhr

Das Ziel aller Schüler der Leuphana-Sommerakademie an der Internationalen Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg in Steinbergkirche (Kreis Schleswig-Flensburg) ist immer dasselbe: die Leistungen in Mathematik, Deutsch, Englisch und anderen Fächern zu verbessern, um einen guten Abschluss zu schaffen. Dabei hätten Dana Smith, Gyde Carstensen, Cazy Franke und Sarah Schmidt von der Gemeinschaftsschule Husum Nord nie gedacht, dass Schule in den Ferien zudem auch Spaß machen könnte. Es sei schon die dritte Auflage dieses Sommercamps der Universität Lüneburg, die durch Spenden der beteiligten Rotary-Clubs erst möglich gemacht werde, erläutert der Präsident der Husumer Rotarier, Ulrich Wacker. Vergangenes Jahr seien aus der Storm-Stadt fünf Schüler der Ferdinand-Tönnies-Gemeinschaftsschule bei ihrem Aufenthalt auf dem Scheersberg unterstützt worden (wir berichteten). „Vier davon besuchen jetzt nach den Ferien sogar die zehnte Klasse, um ihre Mittlere Reife zu machen“, sagt der Mediziner. Für ihn und den Koordinator des Husumer Rotary-Clubs, Hans Thomas Hansen, ist das nicht nur ein Verdienst der Sommerakademie, sondern auch der regionalen Agenturen für Arbeit, die ebenfalls an dem Leuphana-Projekt beteiligt sind. Dazu erklärt die Flensburger Arbeitsagentur-Chefin Heike Döpke, dass es auf dem Arbeitsmarkt in vielen Berufen einen Engpass gebe. „Und die Teilnehmer an der Sommerakademie sind unsere Fachkräfte von morgen.“

Was auch für die vier Husumer Gemeinschaftsschülerinnen gilt. Die Achtklässlerinnen können nach dem kommenden Schuljahr eine Ausbildung beginnen. In der Sommerakademie lernen die Mädchen drei Wochen lang zusammen mit 34 anderen Hauptschülern aus Schleswig-Holstein und Hamburg mit Unterstützung von 16 Dozenten und Studenten der Universität Lüneburg nicht nur, wie sie ihren Defiziten in Lesen, Schreiben und Rechnen begegnen können, damit sie im kommenden Jahr den Hauptschulabschluss schaffen, sondern auch, Auftreten und Körpersprache bei Bewerbungsgesprächen zu verbessern.

Doch auch der Spaß kommt nicht zu kurz, sagt Sommerschul-Leiterin Antke Kreft. Den Mädchen und Jungen werden viele Aktivitäten angeboten, darunter Kampfsport, Schwimmen, Training im Hochseilgarten – und sogar die Einstudierung eines Musicals. Das Freizeitprogramm sei so gestaltet, dass bei Sport und Spiel gemeinschaftliches Denken und Gruppenverhalten geübt werde.

Die Hilfe für die Schüler, so unterstreicht Kreft, ende nicht nach den drei Wochen Sommerakademie: Die Teilnehmer würden durch das komplette folgende Schuljahr begleitet. „Wir unterstützen die Schüler auch bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz“, sagt die Leiterin, die sich die Nachbetreuung mit Maren Voßhage-Zehnder teilt. Alle Husumer Teilnehmerinnen kommen wöchentlich zusammen, um mit ihren Tutoren zu besprechen, was sie zurzeit beschäftigt. Dies könne die Vorbereitung auf die nächste Klassenarbeit sein oder auch die Bitte um Hilfestellung bei der Suche nach einem Praktikumsplatz, erläutert Voßhage-Zehnder, der die Leitung des Leuphana-Projektes obliegt.

Und die Eltern der Teilnehmer interessieren sich auch dafür, was ihr Nachwuchs auf dem Scheersberg so treibt: Das sei schon an der Zahl der Zuschauer ersichtlich, die sich zur Aufführung des Schüler-Musicals angemeldet hätten.

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