Witzworter Wehr wirbt um Nachwuchskräfte

 Wehrführer Dierk Hansen ( l.) und Bürgermeister Willi Berendt (r.) gratulieren den Geehrten und Beförderten, darunter Jens Röhe (vorne Mitte), der 60 Jahre in der Wehr aktiv ist.  Foto: hjm
Wehrführer Dierk Hansen ( l.) und Bürgermeister Willi Berendt (r.) gratulieren den Geehrten und Beförderten, darunter Jens Röhe (vorne Mitte), der 60 Jahre in der Wehr aktiv ist. Foto: hjm

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21. Februar 2012, 03:59 Uhr

Witzwort | Ein Leben für die Feuerwehr, so könnte man den Lebenslauf von Jens Röhe aus Witzwort beschreiben. In der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Witzwort erhielt er das Brandschutzehrenzeichen in Gold am Bande. Vor 60 Jahren trat er als fast 18-Jähriger in die Witzworter Feuerwehr ein. "Damals gab es noch mehr Brände, das war schon eine aufregende Zeit", erinnert sich Röhe. Die Ehrungen und Beförderungen waren der Höhepunkt der Versammlung. Bürgermeister Willi Berendt zeichnete Gerhard Volkmann für 40-jährige Mitgliedschaft aus. Zu den Geehrten gehörte auch Frerk Davids, der in der Veranstaltung noch öfters "in die Schlagzeilen geriet". Er wurde für 25 Jahre Treue geehrt. Einige Mitglieder der Witzworter Wehr erhielten auch besondere Auszeichnungen aufgrund ihrer Leistungen. So zum Beispiel Lutz Kastka. Er hatte an allen Einsätzen und Übungen teilgenommen und stand bei den Fortbildungsmaßnahmen fast immer in der ersten Reihe. Auch Marlene Volkmann wurde für ihren Einsatz belobigt. Die Kassenwartin ist seit zehn Jahren in der Wehr aktiv. Bürgermeister Willi Berendt, selbst Mitglied der Wehr, bedankte sich für den unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz.

Sorgen bereitet derzeit das hohe Durchschnittsalter. "Mit der großen Schar in der Jugendfeuerwehr ist eine Verjüngung der Truppe langfristig möglich", so Berendt. Er appellierte an die Mannschaft, die Arbeit der Jugendwehr "Roter Haubarg" zu unterstützen. Darum bat auch Jugendfeuerwehrwart Hans Wischmann in seinem Bericht. 30 Kinder und Jugendliche sind Mitglied. Wehrführer Dierk Hansen wurde da noch deutlicher. "Wir brauchen unbedingt Mitarbeiter in der Jugendfeuerwehr, sonst geht die ganze Arbeit den Bach runter, und wir müssen sie beenden." Tatsächlich ist die Betreuung mit viel Arbeit verbunden, wie Wischmann berichtete. So wurden die Jugendlichen auf die Wettbewerbe Flamme I und II sowie auf die Abnahme der Leistungsspange vorbereitet. Nun stehe noch die Prüfung zum Truppmann I bevor.

Auch Wehrführer Dierk Hansen legte einen ausführ lichen Jahresbericht vor. 44 Mitglieder seien derzeit aktiv, 14 in der Ehrenabteilung. "Unser Durchschnittsalter bei den Aktiven beträgt derzeit mehr als 42 Jahre und ist damit deutlich zu hoch", erklärte der Wehrführer. Der Schwerpunkt im vergangenen Jahr lag in der Ausbildung, Einsatzvorbereitung und Brandschutzaufklärung. "Ich weise nochmals auf die Wichtigkeit einer ordent lichen Ausbildung hin, damit wir im Ernstfall professionell helfen können, das erwarten die Bürger auch von uns."

Mit der Meierei Witzwort ist eine besondere Vereinbarung getroffen worden, berichtete Hansen weiter. Das Unternehmen muss laut Berufsgenossenschaft Chemikalienschutzanzüge (CSA) sowie Atemschutzgeräte vorhalten und die Mitarbeiter als Atemschutzgeräteträger ausbilden. Für den Fall der Fälle wird die Witzworter Feuerwehr die Aufgabe der Menschenrettung übernehmen. Die Meierei kauft zwei CSA, zwei Atemschutzgeräte und zwei Funkgeräte mit Helmsprechvorrichtung und stellt die Gerätschaften der Feuerwehr beziehungsweise der Gemeinde zu Verfügung. Außerdem erhält die Feuerwehr von der Meierei eine Wärmebildkamera.

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