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Protestnote : Wirtschaftsverbände gegen Klinik-Schließung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eine Protestnote gegen die Schließung der Tönninger Klinik soll den Kreispolitikern überreicht werden. Die Wirtschaft befürchtet eine weitere Schwächung des Westküsten-Standortes.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2016 | 16:30 Uhr

Der HGV-Verbund im Amt Nordsee-Treene mit den Handels- und Gewerbevereinen Hattstedt, Mildstedt-Südermarsch-Simonsberg, Kirchspiel Schwabstedt, Nordstrand, Ostenfeld-Wittbek-Winnert, dem Wirtschaftsverein Witzwort-Uelvesbüll und Umgebung und Rantrum-Oldersbek sowie der HGV Tönning, der Gewerbeverein Garding und Mittleres Eiderstedt, der Wirtschaftsverein Oldenswort und der HGV Viöl haben in ihrer jüngsten Zusammenkunft in Rantrum beschlossen, gegen die beabsichtigte Schließung des Klinikums Tönning Stellung zu beziehen. Die Resolution der Betriebe zur geplanten Krankenhaus-Strukturreform soll den politisch Verantwortlichen übergeben werden.

Darin macht der Verbund deutlich, dass die Wirtschaftsbetriebe Rahmenbedingungen brauchen, die sie in die Lage versetzen, ihren Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Absicherung der Region, den sie leisten wollen, auch erbringen können.

In dem Schreiben heißt es unter anderem: „Mit gerade nicht geringen Mitteln, durch Steuern und Sozialabgaben, sorgen unsere Mitglieder dafür, dass die öffentlichen Körperschaften ihre Handlungsfähigkeit behalten. Um so besser unsere Wirtschaftskraft gestützt wird, um so besser können sich unsere Kommunen in freiwilligen und in Pflichtleistungen entwickeln. Eine gute und gesunde Infrastruktur in allen Bereichen ist gelebte Daseinsvorsorge. Aus der geplanten Reformierung des nordfriesischen Klinikums ergibt sich aus Sicht der Wirtschaft eine weitere Schwächung des Standorts Nordfrieslands. Der nur schleppend vorangehende Ausbau des Breitbandnetzes und der sich seit Jahrzehnten hinziehende Ausbau der B  5 in Nordfriesland sind schon Bremsschuhe genug.

Wir brauchen den Mut und den Willen für unsere Region, sie mit den Rahmenbedingungen auszustatten, die für die Menschen und für unseren Wirtschaftsstandort sind. Nordfriesland ist ein Flächenland, welches stark landwirtschaftlich geprägt und mit einem gesunden Mittelstand ausgestattet ist. Um dieses zu erhalten und die Auswirkung des demographischen Wandels in der Altersstruktur abzufedern, sollten wir nicht nur in der gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen sondern auch in der medizinischen Versorgung so aufstellt
sein, dass sich die Menschen bei uns versorgt, geborgen und mitgenommen fühlen. Unsere Wirtschaftsbetriebe brauchen tatkräftige Mitarbeiter, die sich bei uns wohl fühlen, frei von der Sorge einer fehlenden Versorgung ihrer Bedürfnisse. Die medizinische Grund- und Notversorgung gehört dazu.“ Schließlich heißt es weiter: „Darum lehnen wir die Schließung auch nur eines Krankenhauses ab.“

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