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Positive Resonanz : Wirtschaft trifft Politik

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Handels- und Gewerbeverein Mildstedt-Simonsberg-Südermarsch hatte die Mildstedter Kommunalpolitiker zu einer offenen Dialogrunde unter dem Motto „Wirtschaft trifft Politik“ eingeladen. Beide Seiten zogen ein positives Fazit.

„Wir sollten was draus machen“, sagte Betina Smetsers, Vorsitzende des HGV Mildstedt-Simonsberg-Südermarsch, am Ende der Zusammenkunft – und Bürgermeister Bernd Heiber bekannte mit Blick zur Uhr: „Die Zeit ist schnell vergangen.“ Wirtschaft trifft Politik – unter diesem Motto hatte der HGV eingeladen. 13 der 17 Gemeindevertreter nahmen teil, der Gastgeber war mit dem kompletten Vorstand vertreten. Der Vorstellungsrunde folgten die Fragen: „Verbleiben die Steuern auf jetzigem Niveau ?“,wollte Peter Koch wissen, „oder kann Mildstedt einen warmen Regen erwarten und vielleicht ein Schwimmbad bauen?“ Finanzausschussvorsitzende Telse Jacobsen sagte dazu: „Über alle Fraktionen hinweg haben wir das Ziel, den Haushalt stabil zu halten. Die Gemeinde hat aber auch Pflichtaufgaben wie Erhalt des Kindergartens und der Schule.“ Heiber: „Die Kreisumlage wird erhöht werden, auch die Amtsumlage wird steigen. Wir sind noch handlungsfähig – müssen aber auch eine Mensa mit ihren Folgekosten bauen.“ Für den Nachmittagsunterricht an drei Wochentagen werde die Sporthalle benötigt, der TSV rausgedrängt, gab Karl-Heinz Tieves zu bedenken: „Und wir brauchen eine neue Sporthalle.“

HGV-Kassierer Peter Koch brachte es auf den Punkt: „Wir werden immer irgendwo angesprochen, doch mal etwas zu sponsern. Aber auch in Sachen Auftragsvergabe sollte man sich an uns erinnern.“ In Sachen Tariftreue sagte der Bürgermeister: „Wie soll ich überprüfen, ob nach Tariftreue bezahlt wird? Der Anbieter für unseren neuen Fahrradunterstand an der Schule hatte einen Subunternehmer aus dem Harz beauftragt. Die sind am Wochenende abends losgefahren, um Montagmorgen pünktlich beginnen zu können.“ Das Ausmaß der Bürokratie beschrieb Unternehmer Jürgen Matthiesen anschaulich: „Wenn wir in Hamburg ein Gerüst aufbauen wollen, müssen elf Behörden zustimmen.“ „Vernachlässigen wir euch? Wir möchten, dass ihr euch hier wohlfühlt und nicht nur Gewerbesteuer zahlt“, meinte Günter Jacobsen. Peter Koch: „Wir sind dankbar, dass der Gemeinderat das neue Gewerbegebiet ausgewiesen hat.“ Dies wiederum, so sagte der Bürgermeister, habe lange gedauert, „weil Anwohner bis zum Land gegangen sind“. Dort soll jetzt ein großes Werbeschild mit Angaben zum Quadratmeterpreis von 35 Euro aufgestellt werden.

Andreas Emmel, der im Beirat der Bürger-Breitband-Netzgesellschaft berichtete über den aktuellen Stand. Schlusssatz von HGV-Vorstandsmitglied Peter Koch: „Es ist wichtig miteinander und nicht übereinander zu reden.“

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