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Streit um Schweinemast : „Wir wünschen uns eine sachliche Diskussion“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die geplante Erweiterung einer Schweinemast in Finkhaushallig sorgt für Aufregung unter den Anwohnern. Das Betreiber-Ehepaar will sich bemühen, die Belastung für die Nachbarschaft und die Natur so gering wie möglich zu halten.

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erstellt am 10.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Wenn in einem Dorf ein Schweine- oder Hühnerhalter seinen Betrieb vergrößern möchte, stößt das bei seinen Nachbarn oft nicht auf Gegenliebe. Es kommt zu Protesten gegen Gestank und Massentierhaltung. Auch das Landwirtsehepaar Sönke und Anne-Maren Knudsen aus dem Simonsberger Ortsteil Finkhaushallig sieht sich Kritik ausgesetzt. Die beiden wollen ihren Schweinemastbetrieb von 900 auf 2986 Plätze vergrößern, um den Betrieb zukunftsfähig zu machen. Dafür sollen die vorhandenen Ställe ausgebaut werden. Das Ehepaar betreibt zusätzlich eine Sauenhaltung mit 160 Plätzen sowie Ackerbau auf 170 Hektar Land mit Weizen, Gerste und Raps. Die Knudsens sind in der dritten Generation Landwirte in Finkhaushallig. „Und unser 14-jähriger Sohn möchte auch eines Tages in der Landwirtschaft arbeiten.“

Anwohner aus der benachbarten Wohnsiedlung Rieke Reech, die etwa 500 Meter östlich von dem Bauernhof und den Stallungen liegt, fürchten nun, dass sie vermehrt unter Güllegestank zu leiden haben, ferner, dass die Keimbelastung der Luft steigen könnte und sich die Grundwasserqualität durch die verstärkte Gülleausbringung verschlechtern könnte. Es hat sich die Bürgerinitiative „Gute Luft für Finkhaus“ gebildet, die auch ein Zeichen gegen Massentierhaltung setzen möchte. Ihre Argumente gegen eine Vergrößerung des Betriebs hat sie öffentlich gemacht (wir berichteten).

Das Ehepaar zeigt Verständnis für die Sorgen, insbesondere die Angst vor Geruchbelästigungen kann es grundsätzlich nachvollziehen. Es bemüht sich, die Belastung so gering wie möglich zu halten. Aber: Wer aufs Land ziehe, müsse damit rechnen, dass dort Landwirtschaft betrieben wird, sagen die beiden. Sönke Knudsen betont, dass er sich an die Richtlinien für die Gülleausbringung hält. „Ich bringe sie ausschließlich auf meinem Land aus. Und wenn meine vorhandenen Flächen für die zusätzliche Gülle nicht reichten, würde ich ja gar keine Genehmigung für meinen neuen Stall bekommen.“ Sie werde im Frühjahr, bis spätestens April, und dann zur Saat im August, September ausgebracht.

Zu dem Vorwurf der BI, dass die Gülle heutzutage ein Chemiecocktail sei, erklärt Knudsen: „Das kann gar nicht sein, weil bei mir im Stall keine Chemie zum Einsatz kommt. Für mich ist es ein wertvoller Naturdünger. Wenn ich ihn einsetze, spare ich doch auch Kunstdünger.“

Und die vom Stall ausgehenden Geruchsemissionen werden gemäß Umweltverträglichkeitsstudie, die er für den Antrag eingereicht hat, bei 3,3 Prozent der Jahresstunden liegen. Laut Verordnung dürften es zehn Prozent nahe eines Wohngebietes sein, wie das Landesamt für Landwirtschaft, Umweltschutz und ländliche Räume (LLUR) auf Anfrage erklärte.

Auch mit der Keimbelastung befasst sich der Antrag. Es sei richtig, sagt Knudsen, dass keine Filteranlage für seinen Stall erforderlich sei. In Schleswig-Holstein gibt es noch keinen Filtererlass, der ist aber im Gespräch, wie das LLUR dazu erklärte. „Wir haben eine normale Lüftungsanlage, weil wir weit unter den Grenzwerten liegen“, sagt Sönke Knudsen. „Wir geben unseren Schweinen keine vorbeugenden Antibiotika, das ist auch gar nicht zulässig“, betont er. Sollte es doch notwendig sein, bestimme der Tierarzt erst den Erreger und wähle dann das Arzneimittel, so werde die Bildung von resistenten Keimen vermieden. „Wir haben einen Betreuungsvertrag mit dem Tierarzt, er kommt alle 14 Tage zur Kontrolle der Tiere.“ Zudem werde der Medikamenteneinsatz dokumentiert.

Außerdem achten die Knudsens sehr darauf, dass keine Krankheitserreger eingeschleppt werden, wie sie betonen. „Wir haben ein geschlossenes System, das heißt, wir mästen unsere eigenen Ferkel.“ Dafür halten die Knudsens 160 Sauen in einem Stall in Hattstedt. Lediglich neue Muttertiere werden zugekauft. „Aber immer nur von einem bestimmten Betrieb.“ Die Masttiere werden dann nach Finkhaushallig gebracht. Dort werden sie in Gruppen aufgestallt. Sie bleiben zusammen, bis sie zum Schlachter kommen. Gefüttert werde Getreide, Soja und Rapsschrot. Damit die Tiere sich nicht langweilen, haben sie Ketten, Bälle und Rohre zum Spielen zur Verfügung. „Uns liegt ihr Wohl doch am Herzen“, sagt Anne-Maren Knudsen. „Wir könnten doch gar nicht unsere drei Kinder mit in den Stall nehmen, wenn nicht alles in Ordnung wäre. Die würden ganz schnell kritische Fragen stellen.“

Die Knudsens sind gern bereit, mit Kritikern zu sprechen. „Wir wünschen uns eine sachliche Diskussion.“ Doch die Bürgerinitiative habe sich vor ihrer Veröffentlichung nicht an sie gewandt. Stattdessen seien allgemeine Behauptungen aufgestellt worden, die teilweise gar nicht stimmten.

 

Einfluss der Stadt recht überschaubar

„Natürlich werden wir eine Stellungnahme abgeben“, sagt Uwe Schmitz im Hinblick auf den geplanten Schweinemastbetrieb in Simonsberg. „Wir haben dazu auch schon einige Anrufe besorgter Bürger erhalten“, berichtet Husums Bürgermeister weiter. Und einen Teil dieser Sorgen teilt der Verwaltungs-Chef. Immerhin sei nicht auszuschließen, dass ein Betrieb dieser Größenordnung (knapp unter 3000 Tiere) Auswirkungen auf den Tourismus in und um Husum haben werde – insbesondere auf das Naherholungsgebiet am Dockkoog, „unser grünes Herz“, wie Schmitz sich ausdrückt.

„Aus touristischer Sicht ist das hier eine sehr sensible Region“, argumentiert der Bürgermeister und kündigt an, dass auch die Stellungnahme der Stadt dementsprechend ausfallen werde. Allerdings seien die Möglichkeiten, ein solches Vorhaben zu verhindern, nach seinem Kenntnisstand „recht überschaubar“. Das bestätigt Jürgen Scheil. „Die Stadt ist am Genehmigungsverfahren nicht beteilt“, berichtet der Mann von der städtischen Planungsabteilung. Dennoch hat er die Unterlagen angefordert und festgestellt, dass „der Antrag des Simonsberger Landwirts mit Gutachten gespickt ist“. Eine Stellungnahme „unsererseits ist keine Pflicht, wird aber natürlich erfolgen“, erläutert Scheil. Bei einem Bauleitverfahren wäre die Sache anders. „Da hätten wir mehr Möglichkeiten“, sagt er – „aber so sind uns die Hände gebunden.“

 

Und das sagen Husums Politiker

Horst Bauer (SPD):
Die SPD-Stadtfraktion spricht sich gegen eine Erweiterung des Schweinemastbetriebes im Ortsteil Finkhaus aus, die einer Verdreifachung des jetzigen Schweinebestandes entspricht. Die Umsetzung dieses Planes ist nicht nur für die Anlieger in der Finkhaus-Siedlung ein Desaster. Es sind auch erhebliche Auswirkungen für die touristische Nutzung des Dockkooges und für Teile des Stadtgebietes zu erwarten. „Auch wenn wir Verständnis dafür aufbringen, dass sich landwirtschaftliche Betriebe entwickeln können, so muss auch gewährleistet sein, dass eine solche Entwicklung mit dem Allgemeinwohl – und hierzu gehört auch der Naturschutz – vereinbar ist. Die Größe der geplanten Anlage mit 4000 Mastschweinen lässt an dieser Vereinbarkeit zweifeln.“ Es handelt sich hier erkennbar um einen industriellen Mastbetrieb, denn um einen bäuerlichen Hof. Gerade in den letzten Jahren ist eine starke Veränderung in der Landwirtschaft mit immer größeren Betrieben zu beobachten. Damit einher geht ein zunehmender Einsatz von Medikamenten, die mit der Gülle Böden, Gewässer und Luft belasten. Außerdem wird der Staubeintrag erhöht. Wir unterstützen die Bürgerinitiative gegen die Erweiterung des Schweinemastbetriebes. Die SPD-Stadtfraktion wird darüber hinaus darauf drangen, dass die Stadt Husum als Träger öffentlicher Belange im Baugenehmigungsverfahren alle Mittel ausschöpft, damit die Umsetzung der Planung verhindert werden kann. Dabei schließen wir ausdrücklich auch eine Klage nicht aus. Wir fordern grundsätzlich eine Umkehr in der Landwirtschaft und beim Verbraucherverhalten. Wir wollen hochwertige und unbelastete Lebensmittel aus tiergerechter Haltung. Dafür werden wir höhere Preise in Kauf nehmen müssen. Wir sprechen uns auch gegen Biogas-Anlagen aus, die aus Gründen der Subventionsabschöpfung entstehen und auch bei uns in der Region nur durch Lastwagentransporte von Mais, aber auch Getreide aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Dänemark betrieben werden können, und damit ebenfalls zu erheblichen Umweltbelastungen führen.“

Christian Czock (CDU):
„Grundsätzlich ist die Genehmigung der Erweiterung der Schweinemastanlage allein eine Angelegenheit der Gemeinde Simonsberg.Im Rahmen der gemeindlichen Einvernahme kann die Stadt Husum eventuelle Bedenken zu dieser Erweiterung äußern. Die CDU-Stadtfraktion begrüßt grundsätzlich die Entscheidung von Unternehmern, in ihren Betrieb zu investieren. Diese gilt auch für den ländlichen Raum um Husum herum. In diesem Fall bedeutet das, dass eine Schweinemastanlage in der Nachbargemeinde Simonsberg erweitert werden soll. Die dortige Gemeindevertretung wird mit Sicherheit hier die nötige Sensibilität besitzen, um eine für alle Bürger (auch den Investor) zufriedenstellende Lösung zu finden. Aus Sicht der CDU-Stadtfraktion kann es hier für Husum nur um eine Beeinträchtigung durch Geruchsemissionen im Bereich des Dockkooges gehen, dieses sehen wir als sehr kritisch an. Gerade aus touristischer Sicht wäre es fatal, wenn am Dockkoog Geruchsbelästigungen auftreten würden. Dieser Punkt wäre im Rahmen des gemeindlichen Einvernehmens als Nachbargemeinde als Negativpunkt zu nennen. Die CDU-Stadtfraktion ist der Meinung, dass die gesetzlichen Vorgaben und Auflagen beim Erweiterungsbau dazu führen werden, dass eine Geruchsbelästigung durch die Erweiterung der Schweinemastanlage in der Gemeinde Simonsberg am Husumer Dockkoog so gut wie ausgeschlossen werden kann.“

Helmut Stemke (Wählergemeinschaft):

Massentierhaltung mit all den Nachteilen für Mensch, Tier und Umwelt ist Landwirtschaft von gestern und sollte von einer artgerechten Tierhaltung abgelöst werden. Auch die Stadt Husum als Nachbargemeinde wird bei einer Erweiterung des Betriebes um rund 2000 Tiere von den negativen Auswirkungen direkt betroffen sein. Für alle hier Lebenden und die vielen Touristen dieser Region ist es dann mit der reinen und gesunden Nordseeluft vorbei. Husum als Erholungsort und touristisches Zentrum in der Husumer Bucht muss alles unternehmen, damit nicht am Stadtrand die größte Massentierhaltung der Region entsteht. Die WGH ist überzeugt, dass der Bürgermeister/die Verwaltung im Anhörungsverfahren alle rechtlich möglichen Maßnahmen nutzen wird, um Beeinträchtigungen und damit Schaden von unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie unseren Gästen abzuwenden.“

Frank Hofeditz (Grüne):
„Vorbemerkung: Im Allgemeinen mag es erst einmal unüblich erscheinen, zu Angelegenheiten aus Nachbargemeinden Stellung zu beziehen. In diesem Fall aber ist es angebracht, da Auswirkungen der Planung auch Husumer Gebiet betreffen können. Die Stadtfraktion von Bündnis 90/Die Grünen teilt die Sorgen der Bürgerinitiative (BI) ,Gute Luft für Finkhaus‘ rund um die geplante Erweiterung einer Schweinemastanlage in Simonsberg. Insgesamt fast 3000 Tiere möchte ein Schweinemäster zukünftig im Ortsteil Finkhaus halten, in Riechweite der Stadt Husum. Bei der konventionellen Massentierhaltung werden die Schweine zum schnelleren Wachstum regelmäßig mit Antibiotika und Hormonen behandelt, zum Teil mit Importfutter versorgt, und große Mengen an Gülle entstehen. Durch die Futtermittelimporte entsteht ein Nährstoff-Überschuss, so dass vor Ort letztlich nicht genügend landwirtschaftliche Flächen zur Verfügung stehen, um die ganze Gülle umweltverträglich ausbringen zu können. Wasser und Luft (giftiges Ammoniak, Stäube) werden verschmutzt, die Gesundheit von Mensch und Tier ist in Gefahr. Passt das in die Tourismuslandschaft Nordfriesland? Die Antwort heißt eindeutig: Nein! Der angrenzende Nationalpark Wattenmeer trägt das Prädikat ,Weltnaturerbe‘, die Region lebt zu allererst vom Tourismus. Die Menschen, die bei uns Erholung und Heilung ihrer Krankheiten suchen, erwarten gute Luft und sauberes Badewasser. Wenn Gülle ausgebracht wird, stinkt es schon jetzt oftmals gewaltig zum Himmel, und viele Sielzüge in Eiderstedt sind mit Stickstoff- und Phosphorverbindungen unzulässig stark belastet. Diese Fracht gelangt ungehindert in das Wattenmeer. Die nahegelegenen Badestellen Lundenbergsand und der Husumer Dockkoog wären durch die Planung besonders betroffen. Beides sind wichtige Einrichtungen in der Husumer Bucht, die touristisch weiter aufgewertet werden sollen. Wir müssen uns entscheiden, welchen Weg wir gehen wollen: Agrarindustrielle Großställe und Tourismus werden nicht zusammenpassen. Die alte Kulturlandschaft Eiderstedts ist durch Grünlandumbruch und Maisanbau bereits zum Nachteil verändert worden. Landwirtschaft in Eiderstedt geht aber auch anders. Mit dem Instrument ,Vertragsnaturschutz‘ werden auf einigen Tausend Hektar Grünland erhalten, die Wasserhaltung in den Gräben verbessert und Wiesenvögel gefördert. ,Regionale Produkte‘ werden immer mehr von den Verbrauchern nachgefragt und tiergerechte sowie umweltfreundliche Erzeugung ist vielen Menschen wichtig. Das Futter der Nutztiere sollte dabei nicht aus Übersee kommen, wo dafür Regenwald abgeholzt wird und an dessen Stelle gentechnisch veränderte Exportpflanzen wie Soja im großen Stil angebaut werden. Die heimische Landwirtschaft dort gerät vielfach für unseren hiesigen Fleischkonsum unter die Räder. Die übergroße Nachfrage nach Fleisch in den Industrieländern muss verringert werden. Anders werden auch weiterhin große Teile der Weltbevölkerung Hunger leiden müssen, denn durch direkten Getreideverzehr könnten zehn Mal mehr Menschen satt werden als durch seine Verfütterung zur Fleischproduktion. In Husum wurden bei der strittigen Entwicklung des Dockkoogs sehr gute Erfahrungen mit einer ,Bürgerwerkstatt‘ gemacht. Zukunftskonzepte gemeinsam unter fachlicher Anleitung zu erarbeiten, bringt nicht nur viel Spaß, sondern ermöglicht es den Beteiligten, Konflikte fair auszutragen und zu tragbaren Lösungen zu gelangen. Die Bereitschaft der ,BI Finkhaus‘ dazu sollte aufgegriffen werden.“

Peter Knöfler (SSW):
„Die geplante Erweiterung einer Schweinemastanlage in Finkhaushallig auf dann fast 3000 Schweine erfüllt uns mit Sorge. Damit ist sogar die lasche Obergrenze des Bundesagrarministeriums deutlich überschritten, ab der eine besondere Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist – und zwar nach dem Bundes-Immissions-Schutzgesetz. Das heißt also, dass in jedem Fall mit Umweltbelastungen zu rechnen ist! Fragen unsererseits sind: Gibt es ein Immissionsschutz-Gutachten und eine Immissions-Prognose für die benachbarte Wohnbebauung und die Bereiche Lundenbergsand und Dockkoog? Ist die Stadt Husum überhaupt als unmittelbare Nachbarkommune ausreichend öffentlich beteiligt worden? Gibt es ein Gutachten zur Keimverbreitung durch die Massentierhaltung? Gibt es effektive Brandschutzkonzepte für die Anlage? Sind Abluft-Reinigungsanlagen vorgesehen? Diesen Fragen müssen wir nachgehen. Als Mit-Betroffene sollten wir unter anderem nötigenfalls eine Einwendung an das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume verfassen. Was ganz sicher kontraproduktiv für den Tourismus in der Husumer Bucht mit seinen Badestellen Lundenbergsand und Dockkoog wäre, ist der Betrieb einer solchen riesigen Schweinemastanlage, samt seiner unvermeidlichen Geruchsbildung. Dann stinkt es nämlich zum Himmel, und zwar mehr als Urlauber und Naherholungssuchende vertragen wollen... Der SSW setzt sich für eine nachhaltige, auf das Tierwohl und den Naturschutz bedachte Landwirtschaft in kleinen und mittleren bäuerlichen Betrieben ein. Im rot-grün-blauen Koalitionsvertrag steht: ,Der Tendenz zu immer größeren Intensiv-Tierhaltungen wollen wir entgegen wirken...‘ (Seite 42). Wir finden, dass gerade in einem so sensiblen Gebiet wie in Finkhaushallig/Simonsberg kein Platz für Massentierhaltung sein sollte.“

Lothar Knoll (FDP):
„Ich habe Verständnis dafür, dass sich die Bewohner von Finkhaus gegen die Geruchsbelästigung von – in Zukunft – knapp 3000 Mastschweinen wehren, und rate ihnen, begründete Einwendungen an das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) zu senden. Denn auch die Folgen dieser modernen Massentierhaltung (Ammoniak und Nitrat) sind für die Einwohner nicht hinnehmbar, sofern die gesetzlichen Grenzwerte überschritten werden. Die Stadt Husum, die ihr Trinkwasser aus den Mildstedter Tannen bezieht, könnte sich nur gegen eine bewiesene Verschlechterung der Badewasserqualität am Dockkoog wenden. Für sinnvoll halte ich den Vorschlag des Bürgerbündnisses Eiderstedter Forum, ein Zukunftsprojekt ,Simonsberg 2020‘ zu entwickeln, das auch das Prinzip der Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft berücksichtigt, nach dem Motto ,Bauernhöfe statt Agrarfabriken‘.“

Herbert Frommer (Die Linke):
„Wir sind grundsätzlich gegen Massentierhaltung.“
 

 

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