Neujahrs-Interview Garding : „Wir wollen mehr Barrierefreiheit“

Garding will behindertengerechter werden.
Garding will behindertengerechter werden.

Rund um den Gardinger Markt soll das Leben für Gehbehinderte leichter werden, erklärt Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt im Neujahrs-Interview.

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01. Januar 2018, 16:00 Uhr

Sehr zufrieden mit dem Erreichten für Garding in diesem Jahr ist Bürgermeisterin Andrea Kummerscheidt. Aber auch im neuen Jahr sollen viele Projekte realisiert werden, wie sie im Neujahrs-Interview erläutert.

Was hat Sie im vergangenen Jahr am meisten gefreut und geärgert?
Andrea Kummerscheidt: Es haben mich wieder sehr viele Dinge gefreut. Zum Beispiel, dass nun unübersehbar die unermüdliche Arbeit der letzten Jahre von Politik und Verwaltung, unsere Stadt wieder zu beleben, endlich beginnt Früchte zu tragen. Überall sind Bautätigkeiten zu erkennen, die zwar zum Teil für große Aufregung gesorgt haben, aber letztendlich Zeugen der guten Entwicklung unserer kleinen Stadt sind. Auch das Gewerbegebiet unmittelbar an der B202 nimmt feste Formen an, und die Bewerberliste ist lang. Die vielen Zuzüge, auch und gerade junger Familien, spornt uns weiter an, am Ball zu bleiben und unsere Aktivitäten intensiv fortzusetzen. Insgesamt bringt die Arbeit viel Erfüllung und Freude. Die wenigen Dinge, die einen geärgert haben, kann man dann getrost abhaken. Außerdem sind es oft die wirklich unangenehmen Begebenheiten, die uns reizen, genau hierfür Lösungen zu finden.

Welche Projekte stehen 2018 in der Stadt ganz oben an?

Kummerscheidt: Auf jeden Fall der Ausbau der Kindertagesstätte. Bessere Bedingungen für unsere Kinder und die Mitarbeiter der Kita zu schaffen, steht so ziemlich oben auf der Liste. Dann natürlich mehr Barrierefreiheit für unsere Senioren und Menschen mit Handicap innerhalb des Stadtgebietes in Angriff zu nehmen. Rund um den Marktplatz wollen wir schon im Frühjahr den Rollstuhl- und Rollatorfahrern das Leben in Garding erleichtern. Ansonsten wird es keine wilden neuen Straßenbauaktivitäten in 2018 geben. Die Bürgerinnen und Bürger brauchen, genau wie wir, mal eine kleine „Baupause“.

Dafür werden wir uns aber mit vielen anderen Dingen auseinandersetzen, die mindestens genauso wichtig sind, um unserer „alten Dame“ wieder mehr Glanz zu verleihen. Ideen dafür sind genug vorhanden, nun wollen wir uns an die Umsetzung machen.

Was wünschen Sie sich von der Landes- und der Bundesregierung?

Kummerscheidt: Da kann ich nur wie im vergangenen Jahr antworten, dass ich mir nichts wünsche, sondern einiges erwarte. Endlich eine faire und vernünftige Entlastung der Kommunen wäre angesagt. Insbesondere hoffe ich, dass gerade die Diskussion über die Straßenausbaubeiträge noch nicht beendet ist, die Bürger freigestellt werden, aber Fehlbedarfsgemeinden dadurch nicht schlechter gestellt werden als Kommunen, denen es finanziell gut geht. Amtsumlage, Kreisumlage, etc. steigen und steigen, aber im Gegenzug? Die Handlungsfähigkeit der Kommunen wird immer mehr eingeschränkt. Das ist ein Trauerspiel. Hier kann das neue Bündnis zeigen, dass es auch anders geht. Ich bin gespannt.
Worauf können sich die Einwohner 2018 freuen?

Kummerscheidt: Natürlich wieder auf viele tolle traditionelle und neue Veranstaltungen in der Altstadt und im gesamten Stadtgebiet. Unser Stadtmarketing ist sehr rührig, und wir werden es auch 2018 für Einheimische und Gäste so richtig krachen lassen! Den Rufbus, zum Beispiel, wird es „Gott sei Dank“ auch im kommenden Jahr noch geben. Für viele Bürgerinnen und Bürger eine große Erleichterung. Na und dann natürlich die Eröffnung unseres Discounters und des Fachmarktes. Mit dem traditionsreichen Vollversorger, dem Schuhfachgeschäft, der kleinen Boutique, dem Discounter und dem Fachmarkt verfügen wir dann über ein kleines Einkaufszentrum. Darauf haben die Menschen hier in unserer Mittelregion so lange gewartet. Nun wird es endlich Realität! Ich bin sicher, es wird wieder viele Dinge geben, worüber man sich freuen kann und wird.
Und was haben Sie sich persönlich für 2018 vorgenommen?
Kummerscheidt: Auch im kommenden Jahr, wann immer möglich, mit meiner kleinen Hündin am Wasser spazieren zu gehen. Das Meer, der Wind, die unendliche Weite des Himmels machen den Kopf frei und lassen einen die Sorgen vergessen. Es macht einfach glücklich!







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