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Geteilte Meinungen : „Wir werden eher zu Husum gezählt“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Tourismusverein Witzwort-Uelvesbüll diskutierte intensiv über einen Beitritt zur Lokalen Tourismus-Organisation Eiderstedt. Einige Mitglieder fürchten eine Vormachtstellung von St. Peter-Ording. Die Gemeinden sollen nun über die Mitgliedschaft entscheiden.

„Bleiben wir einmal bei den Fakten: Wir müssen uns neu positionieren, die Konkurrenz ist groß.“ Klare Worte von Carolin Kühn, Vertreterin der Tourismus-Zentrale Eiderstedt (TZE), in der Mitgliederversammlung des Tourismusvereins Witzwort-Uelvesbüll und Umgebung. Dabei ging es noch einmal um die Frage, wie sich die Gemeinden zu der anstehenden Entwicklung auf dem Tourismus-Sektor stellen. Allerdings ist Witzwort schon seit einigen Jahren nicht mehr Mitglied in der TZE, und Uelvesbüll trat 2011 aus dem 1970 gegründeten Verbund aus. Nun ist die Frage, ob die Gemeinden dem Beitritt des Tourismusvereins zur Lokalen Tourismus Organisation (LTO) zustimmen. Die soll im kommenden Jahr gegründet werden und das Marketing der Region Eiderstedt übernehmen. Es liegt ein entsprechendes Handlungskonzept zur Beteiligung der Kommunen vor, in dem es um die Nutzung und professionelle Weiterentwicklung der bereits bestehenden Strukturen und Potenziale geht. Für diesen neu konzipierten Zusammenschluss der Gemeinden auf Eiderstedt wird eine Summe von 100 000 Euro pro Jahr benötigt. Pro 1000 Euro erhalten Mitglieder eine Stimme in der Mitgliederversammlung. Die Anteile der Kommunen verteilen sich entsprechend eines Finanzierungsschlüssels. „Wenn St. Peter-Ording schon mehr als 31 Prozent erhält, und wir vielleicht zwei bis drei Prozent, ist ja bereits klar, wie sehr unsere Meinung zählt“, äußerte einer der Anwesenden. Ein anderer Teilnehmer betonte, dass man aber auch kräftig von der Tatsache profitiere, quasi auf dem Weg zu dem beliebten Nordseebad zu liegen. Diese Position könne durchaus noch mehr genutzt und ausgebaut werden. „Wir werden nicht zu Eiderstedt gezählt, eher zu Husum“, hieß es von anderer Seite. Deshalb sei man als Verein im Zusammenschluss Husumer Bucht gut aufgehoben.

Da der erste Teil der Versammlung bereits einige Zeit in Anspruch genommen hatte, freuten sich alle Beteiligten über den zügigen Ausgang der Wahlen. Vorsitzende bleibt Silvia Heep-Renfranz, Kassenwartin Kirsten Walter, Beisitzer Vermietung Ferdinand Dircks, Beisitzer Hotel und Gaststätten Jürgen Reck, Kassenprüfer Klaus Thoms. Die Posten des Schriftführers und des Beisitzers für Gewerbe blieben unbesetzt.

„Wir müssen das große Erholungspotenzial der Region noch besser nutzen“, sagte die Vorsitzende. Sowohl das Friesenabi als auch das Krabbenpulen seien nicht gut besucht gewesen. Die Homepage werde gut angenommen und solle intensiv weiter betreut werden.

Die Geschäftsführerin Sigrun Musielak berichtete unter anderem von einem Buchungsrückgang von einem Drittel durch das schlechte Wetter, vom zehnjährigen Jubiläum des Roten Haubargs und der beliebten „Erzähl mir was“-Veranstaltungsreihe, die von der Tourismus-Zentrale Eiderstedt mit den Fremdenverkehrsvereinen vor Ort organisiert worden war.

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