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Husumer Nachrichten

20. August 2017 | 00:42 Uhr

Dörpum : „Wir sind die Möllgaards“

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Begründet wurde die Familie nachweislich im Jahre 1627 in Langballig. Heute leben ihre Mitglieder in Südafrika, den USA und Deutschland.

390 Jahre Familie Möllgaard – Grund genug für Frauke und Norbert Möllgaard, Anke und Jens Möllgaard sowie Maike Walliser geborene Möllgaard und Ehemann Jörg, ein Sippenfest auf Hof Glücksburg in Dörpum zu organisieren. Dafür war eine der großen Maschinenhallen freigeräumt und festlich hergerichtet worden. 270 Familienmitglieder aus Südafrika, USA und Deutschland, die meisten in Schleswig-Holstein zuhause, waren der Einladung des Orga-Teams gefolgt.

Die weiteste Anreise hatte Erwin Möllgaard mit seiner Familie aus Johannesburg/Südafrika. Er war bisher bei fast jedem Treffen – es findet regelmäßig im Turnus von fünf Jahren statt – dabei. „Ich freue mich jedes Mal auf das Wiedersehen. Es ist ein Stück nach Hause kommen“, erklärte er. Immer wieder wachse innerhalb dieser Zeiträume die Familie ein Stückchen mehr. So hieß es nicht nur für ihn Kindskiek. Jeder wollte schließlich die mit vier Monaten jüngste aus dem Möllgaard-Clan, Junis, kennenlernen. „Unsere Wurzeln verbinden uns. Das macht stark“, erklärte die älteste aus der Familie, Margarete Paulsen geborene Möllgaard (92) aus Leck, übrigens Ur-Ur-Oma des Jüngsten aus der Sippe.

„Wer seine Wurzeln kennt, lebt bewusster und kann die Zukunft besser gestalten. Jeder kann von jedem lernen“, so Dethlef Möllgaard aus Hohenlockstedt. Er zeigte nach der ausgiebigen Wiedersehens-Kaffeetafel alte Fotos aus der von ihm erstellten Chronik und ging auf die Historie ein. Dank der Fleißarbeit des in Högel lebenden Lehrers Nikolai Möllgaard hatte der in den 1930er-Jahren umfangreich recherchiert. Heinrich Boy Möllgaard erstellte dann später auf dieser Grundlage ein Sippenbild, das bis heute aktualisiert wird. Mittlerweile umfasst die Familie 14 Generationen, die erste nachweislich begründet im Jahre 1627 in Langballig. Die zweiten und dritten Generationen hatten im Raum Angeln gesiedelt. Ab der vierten Generation war Nordfriesland Mittelpunkt, hier vor allem Dörpum, Bredstedt und Breklum. Nikolai Möllgaard war der Stammvater dieser Generation. Er ließ sich um 1800 auf Hof Glücksburg nieder.

Ein kleiner Wermutstropfen lag über dem Treffen. Vor wenigen Tagen war Marlene Möllgaard verstorben. Sie hatte vor zwei Jahren ein Familienwappen entworfen. Ansonsten konnten sich die Kinder bei mancherlei Spielen austoben. Ein gemeinsamer Familiengottesdienst fehlte auch diesmal nicht. Pastor i. R., Friedrich Moers, hielt ihn. Den Abend ließen alle beim Grillen ausklingen.

Bereits vor einer Woche waren 14 Familienmitglieder aus den USA angereist. „Wir haben sie mit 30 Personen in Frankfurt am Main mit einem Grunert-Bus abgeholt und haben mit ihnen eine Sechs-Flüsse-Fahrt über Lahn, Mosel, Saar, Rhein, Neckar und Main unternommen“, erzählt Dethlef Möllgaard. Das größte Interesse hätten bei den Familienangehörigen aus Übersee die Burgen und Schlösser oder die Stadt Trier gegolten. Das nächste Treffen in fünf Jahren werde bald schon wieder vorbereitet.

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