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DGB-Vize an der Westküste : Windkraft-Förderung nicht deckeln

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Planungssicherheit für die Windbranche forderte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack bei ihrem Besuch in Husum: „Eine Deckelung der Onshore-Windkraft widerspricht der Energiewende.“

„Mit der Windkraft an Land als kostengünstige erneuerbare Energiequelle kann die Westküste einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten“, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack in Husum. Sie war aus Berlin nach Nordfriesland gekommen, um sich bei Energie-Unternehmen zu informieren. Aus ihren Gesprächen mit Geschäftsleitung und Betriebsräten von Senvion (ehemals Repower) und der Stadtwerke GmbH nahm Hannack konkrete Ansagen mit: „Die Windbranche braucht schnell Planungssicherheit und Verlässlichkeit, das werde ich der Bundesregierung ebenso übermitteln wie die Klarstellung, dass eine Deckelung der Onshore-Windkraft der Energiewende widerspricht.“

Susanne Uhl, Regionsgeschäftsführerin des DGB Schleswig-Holstein Nordwest: „Der von der Bundesregierung geplante Zubau von 2500 Megawatt Onshore-Windkraft ignoriert völlig, dass ältere Windanlagen zurückgebaut werden.“ Denn in den Jahren 2015 bis 2025 würden durchschnittlich 1600 Megawatt Onshore-Windkraft aus der EEG-Vergütung und damit wahrscheinlich auch aus der Stromerzeugung fallen. Ein Bruttozubau von 2500 Megawatt – wie ihn die Bundesregierung ankündigt - wäre im Durchschnitt dieses Zeitrahmens also nur ein Nettozubau von 900 Megawatt pro Jahr. Uhl: „Für die Energiewende und Schleswig-Holstein als Standort von Windanlagen und Produktion wäre das fatal.“

Ein weiteres Thema der Westküsten-Reise von Elke Hannack war die betriebliche Mitbestimmung. Nach dem Gesetz stehen von März bis Mai Betriebsratswahlen an. Eine Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts habe ergeben, dass die Bedingungen in Unternehmen mit Betriebsrat besser sind.

„Löhne und Gehälter sind höher, Arbeits- und Gesundheitsschutz ausgeprägter und Arbeitszeiten besser mit einem Familienleben vereinbar“ erläutert die DGB-Vize. Mitbestimmung sei ein unmittelbarer Ausdruck von Teilhabe im betrieblichen Alltag.

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erstellt am 14.Feb.2014 | 15:00 Uhr

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