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Für eine schöne, neue Krokusblüte : Wildwuchs im Husumer Schlosspark

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Damit die Rasenflächen nach der Krokusblüte genug Zeit zur Erholung haben, lassen die Gärtner den Husumer Schlosspark zunächst einmal verwildern. Das hilft auch den Sprösslingen der anderen Pflanzen.

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erstellt am 26.Mai.2016 | 14:00 Uhr

Alle Jahre wieder – kommen Beschwerden von Einheimischen und Gästen, dass der Schlosspark nach der Krokusblüte so unordentlich aussieht. Doch das ist volle Absicht: „Wenn das lilafarbene Wunder vorbei ist, lassen wir der Natur erst einmal freien Lauf bei der Regeneration“, sagt Dirk Dibbern, Teamleiter beim Kommunalen Servicebetrieb Husum (KSH). Wildes Wuchern schützt nämlich die zarten Sprößlinge der anderen Pflanzen, die sich im Frühjahr aus dem Boden wagen– und die nächste Krokusblüte.

„Im vergangenen Jahr zum Beispiel haben wir zu früh gemäht und damit den Milchstern zerstört“, so Dibbern. Daher werde nun später damit begonnen – nach Dibberns Angaben Ende Juni. Danach aber werde die Pflege regelmäßig bis zum Jahresende fortgesetzt und noch etwa fünf bis sechs Mal gemäht.

Nach der Krokusblüte werden die Rasenflächen im Schlosspark gereinigt und die Blätter entfernt – „und es wird gedüngt, weil wir dem Boden durch die Reinigung ja Nährstoffe entziehen“. Anschließend muss für ein paar Wochen Wildwuchs folgen. „Sonst haben wir im nächsten Jahr weniger Krokusse.“ Wie sich ständiges Mähen und Reinigen auf die Blumen auswirkt, zeigt er am Beispiel des Rasens rund um das Ferdinand-Tönnies-Denkmal. „Den halten wir wie auch die Flächen Richtung Asmussenstraße das ganze Jahr über sauber – und daher blühen im Frühjahr in diesem Bereich auch kaum Krokusse.“

Die Wildwuchs-Praxis sei übrigens auch in anderen Gärten gängige Praxis, so Dibbern. „Im Park von Schloss Sanssouci zum Beispiel wird nur in drei bis vier Metern Breite vom Wegesrand gemäht. Die restlichen Flächen lassen die Gärtner dort verwildern und schlegeln sie höchstens mal.“

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