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Traurige Trophäe : Wildtier von seinen Qualen erlöst

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Reimer Wree aus Hochviöl musste einen Rothirsch erlegen: Dessen Vorderlauf war gebrochen. Diese Tiere sind im Norden Schleswig-Holsteins nicht heimisch, scheinen aber vermehrt während der Brunftzeit aus Dänemark einzuwandern.

Ein seltener, aber auch trauriger Anblick bot sich gestern dem Landwirt und Jäger Reimer Wree aus Hochviöl. Er war gerade mit der Maisernte beschäftigt, als aus den Pflanzenreihen ein Rothirsch herausrannte und flüchtete. Ein seltener Anblick hierzulande, denn Rotwild gibt es hier eigentlich schon lange nicht mehr. Doch scheint es wieder, gerade in der Brunftzeit, verstärkt aus Dänemark einzuwandern. Dieser Tage wurde in Treia ein solcher Vierbeiner geschossen, der erste in 150 Jahren (wir berichteten).

Reimer Wree bemerkte aber auch, dass das Tier humpelte. Er holte sein Gewehr, um den Achtender von seinen Schmerzen zu erlösen. Dies stellte sich dann auch als richtig heraus, denn der rechte Vorderlauf war gebrochen. Möglicherweise hatte er sich beim Kampf mit einem anderen Hirsch verletzt. Oder er war Opfer eines Verkehrsunfalls geworden. Wree geht davon aus, dass sich das Tier schon länger in den Feldern aufgehalten hat, denn sein Magen war mit Mais gefüllt. Er selbst hat in seinen 24 Jahren als Jäger noch nie einen Rothirsch in freier Wildbahn gesehen. Und auch in der Jagdgemeinschaft Immenstedt-Hochviöl ist noch nie einer geschossen oder auch nur gesichtet worden. Überwiegend Rehe und Niederwild wie Hasen sind in dem Gebiet zu Hause.


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