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Unmissverständliche Ansage : Wildparkern drohen bald Knöllchen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Tönninger Verkehrsausschuss empfiehlt, dass die Stadt eine Politesse einstellen soll. Auch Hundebesitzer, die den Kot ihrer Vierbeiner - zum Beispiel von Spielplätzen - nicht entfernen, geraten ins Visier. Das größere Problem ist allerdings das wilde Parken.

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erstellt am 27.Apr.2014 | 08:00 Uhr

„Wer widerrechtlich sein Fahrzeug abstellt, muss damit rechnen, dass es an den Haken kommt“, richtete Tönnings Bürgermeister Frank Haß in der jüngsten Ausschusssitzung für Verkehr und Wirtschaft deutliche Worte an die Autofahrer. Leider müsse man die Erfahrung machen, dass manche Verkehrsteilnehmer immer verantwortungsloser würden. „Wir haben das lang genug geduldet, werden das aber jetzt nicht mehr hinnehmen.“ Und aus dieser Warnung werden auch Taten folgen. So beschloss der Ausschuss, eine Politesse oder einen Hilfspolizisten einzustellen.

Jedoch soll nicht nur die Parksituation kontrolliert werden, sondern „unsere Mitarbeiter werden auch am Badestrand kontrollieren“, kündigte der Verwaltungschef an. Es könne nicht sein, dass Hunde unter den Augen ihrer Halter die mit Sand gefüllten Spielplätze verunreinigen. Tönnigs Oberhaupt erklärte, dass Hundebesitzer ihren Vierbeiner im Griff haben sollten und ihnen ordentliche Manieren beizubringen hätten. Ansonsten muss mit einem Bußgeldbescheid gerechnet werden.

Damit geht die Stadt Tönning auf Konfrontation mit gleich zwei Problemfeldern. Größtes Problem ist allerdings das wilde Parken, wobei Autofahrer ihrer Fantasie freien Lauf lassen, wie in der Sitzung in Beispielen deutlich wurde. Selbst der Gehweg vor dem Treppenaufgang zum Rathaus wurde als Parkplatz missbraucht und sogar der Rettungsweg zur Kirche wird als Parkmöglichkeit genutzt. „Das tolerieren wir nicht mehr und das lassen wir uns nicht mehr gefallen“, so die unmissverständliche Ansage des Bürgermeisters. Vorerst soll die Arbeit der Politesse oder des Hilfspolizisten ein Jahr lang beobachtet werden. „Wenn wir den Eindruck haben, es reicht nicht, wird eine weitere Kraft eingestellt“, erzielte das Gremium eine einstimmig Meinung. „Wir müssen eine tragfähige Regelung finden, damit Touristen und Einheimische ruhig und ungestört an ihr Ziel kommen“, so das Gremium. In diesem Zusammenhang wurde angeregt, in den Einfahrtsbereichen der Stadt ein Parkleitsystem aufzustellen.

Auch Stefanie Rieper von der Polizeistation Tönning verlas eine lange Liste von Verkehrsdelikten, um auf die problematische Situationen hinzuweisen. Sie schlug vor, ein absolutes Halteverbot gegenüber des Marktplatzes bis hinunter zum Supermarkt einzurichten. „Damit könnte der Verkehrsfluss verbessert und Behinderungen vermieden werden“, so Rieper. Auch in der Dithmarscher Straße sollte ein ganztägiges Halteverbot auf gesamter Länge eingerichtet werden. Eine regelmäßige Kontrolle während des Markttages muss es unbedingt geben, befürwortete Rieper. An den Markttagen herrsche zum Teil das blanke Chaos. „Das Parken auf den Spielstraßen ist gesetzlich verboten“, betonte sie. Zudem sprach sich das Gremium dafür aus, die untere Hafenstraße mit gebührenpflichtigen Parkmöglichkeiten auszustatten. „Wer während des Hafenfestes in der oberen Hafenstraße parkt, geht an den Haken“, kündigte Haß an. „Wenn sich alle an die Verkehrsregelungen halten würden, müssten wir keine derart drastischen Mittel einsetzen.“

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