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Folk-Baltica-Festival : Wiege vieler hervorragender Musiker

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der künstlerische Leiter der Folk-Baltica, Harald Haugaard, freut sich auf das Festival und bricht eine Lanze für die Folk-Musik-Szene der Westküste. In Nordfriesland sind zwei Konzerte vorgesehen: in Husum und Klanxbüll.

Sie mag ihren Sitz an der Ostküste haben, in Flensburg, um genau zu sein. Doch geografisch lässt sich Folk-Baltica nicht eingrenzen. Im Gegenteil: „Die Westküste ist mir ausgesprochen wichtig“, streicht der künstlerische Leiter des Festivals, Harald Haugaard, gegenüber unserer Zeitung heraus.

Und das liegt nicht nur daran, dass die Geschäftsführerin des Folk-Baltica-Vereins, Juliana Maria Thun, Husumerin ist oder der Speicher zu den ersten Mitgliedern dieser Neugründung zählt. Es ist, wie könnte es bei einem umtriebigen Musiker wie Haugaard auch anders sein, „vor allem den musikalischen Traditionen der Westküste geschuldet.“

Die Musik der dänischen Insel Fanø und der nordfriesischen Insel Föhr stünden einander so nahe, dass „Musiker, ohne nachdenken zu müssen, hier wie dort mitspielen könnten“, sagt er. So etwas findet Haugaard spannend. Und wohl auch deshalb liegt der Festival-Schwerpunkt in diesem Jahr auf Ost- und Nordsee. Überhaupt: Nicht zuletzt aus eigener Erfahrung schätzt der dänische Geigenvirtuose Nordfriesland als Wiege vieler hervorragende Musiker. Dabei verweist er unter anderem auf die Band Kalüün, die während des Festivals allein sieben Konzerte geben wird.

Aber auch die Zusammenarbeit über die „West“-Grenze hinweg ist noch einmal vertieft worden. „Wir haben in diesem Jahr noch enger mit den Tønder-Festival-Veranstaltern zusammengearbeitet“, erklärt Haugaard und vergisst auch das Christian-Jensen-Kolleg in Breklum nicht, wo sich das Folk-Baltica-Ensemble auf sein Eröffnungskonzert am Mittwoch, 6. Mai, in Sønderborg vorbereitet hat. Das 50-köpfige Orchester setzt sich aus besonders talentierten Musikern diesseits und jenseits der Grenze zusammen. Und nicht nur in ihm entdeckt Haugaard immer wieder neues „Festival-Potenzial“.

Aber auch als Veranstaltungsort ist die nordfriesische Westküste gefragt. So kommt es am Donnerstag, 7. Mai, ab 20 Uhr, im Charlottenhof zu einen musikalischen Gipfel der Friesen: Wenn in Klanxbüll die westfriesische Sängerin Nynke Lavermann (Niederlande) auf die eine Hälfte des dänischen Quartetts „Tumult“ mit Jørgen Dickmeiss und Mikkel Grue trifft. Seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten verbindet Tumults Musik Folk, Roots und Rock mit Elementen traditioneller und zeitgenössischer Folkmusik. Nynke Laverman pflegt in ihren Liedern die reiche Geschichte und poetische Kraft Westfrieslands und seiner Sprache, die sie neuerdings mit mediterranen und lateinamerikanischen Elementen kombiniert.

Und auch im Husumer Speicher gibt es am Freitag, 8. Mai, ab 20 Uhr ein Doppelkonzert. Dann trifft die britisch-irische Band Flook auf die englisch-dänisch-finnische Formation Baltic Crossing. Flook würzt traditionelle keltische Klänge gern schon mal mit einer gehörigen Prise Balkanrhythmen. Und auch Baltic Crossing macht seinem Namen musikalisch alle Ehre. Übrigens: Da Flook auf ihrem aktuellen Album ein Stück von Baltic Crossing bearbeitet hat, steht ihr gemeinsamer Abend im Speicher unter dem Titel „On one beautiful day“. „Es ist also zu erwarten, dass beide Bands wenigstens diesen Song am Ende zusammenspielen werden“, prophezeit Harald Haugaard.

 

>Karten für die Konzerte gibt es unter anderem im Kunden-Center der Husumer Nachrichten, Markt 23, Telefon 04841/83590, oder über den Kundencenter des Nordfriesland Tageblatt in Niebüll, Hauptstraße 1, Telefon 04661/96970.

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erstellt am 29.Apr.2015 | 15:00 Uhr

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