Tönning : Wieder Spiel und Spaß am Hafen

Bis zum Jahr 2014 luden die Vereine zu Spiel und Spaß am Hafen ein.
Bis zum Jahr 2014 luden die Vereine zu Spiel und Spaß am Hafen ein.

Die Tönninger Veranstaltung „Spiel und Spaß am Hafen“ soll nach mehrjähriger Pause am 25. August wieder stattfinden. Vereine können sich bis zum 15. Juni anmelden.

shz.de von
04. Juni 2018, 15:00 Uhr

Das beliebte Tönninger Event „Spiel und Spaß am Hafen“ soll wieder aufleben. Schon beim zweiten Netzwerk-Treffen der Vereine und Verbände in der Eiderstadt verständigten sich die 20 Teilnehmer drauf, dass Fest in diesem Jahr wieder stattfinden zu lassen, getreu dem Motto des Netzwerkes „Gemeinsam für eine lebendige und vielseitige Stadt“. Das Netzwerktreffen wurde von der Stadt Tönning und der Koordinatorin des Projektes „Land (auf) Schwung“ des Diakonischen Werkes, Therese Zink, ins Leben gerufen. Zuletzt fehlten für das Fest die Organisatoren, so wurde es 2015 eingestellt.

Nach einer ersten Zusammenkunft im März kamen jetzt 20 Ehrenamtler zum zweiten Mal im Rathaus zusammen und begannen mit der Vorbereitung der Veranstaltung, die allerdings unter dem Begriff „Aktionstag der Vereine und Verbände“ am 25. August über die Bühne gehen soll. Bis zum 15. Juni, so bat Bürgermeisterin Dorothe Klömmer, sollten alle die mitmachen wollen ihr Konzept und ihre Angebote der Tourist-Info (TI), explizit dem Experten Sebastian Müller, vorlegen, damit er die Veranstaltung öffentlichkeitswirksam vermarkten kann. Es sollte, so das Fazit, jeder der mitmacht, sich individuell präsentieren, durchaus auch mit Aktionen für Jung und Alt. Weiter wurde eine vierköpfige Arbeitsgruppe gebildet, die sich nach dem 15. Juni um die Ausarbeitung des Programms kümmern wird. „Schön wäre es, wenn möglichst viele Vereine und Verbände mitmachen. Wer keine Aktionen anbieten möchte, darf sich gern mit einem Stand beteiligen“, fasste Zink zusammen.

Die ehemalige Vorsitzende der DLRG Tönning/Eiderstedt, Jenny Kondoch, signalisierte, dass auf jeden Fall wieder die beliebten Floßfahrten über das Hafenbecken angeboten werden sollen. „Auch die Feuerwehr ist dabei“, kündigte Gemeindewehrführer Dr. Stefan Klützke an. Mit der Empfehlung von Stephanie Heß, Schulleiterin der Eider-Treene-Schule (ETS), doch den Aktionstag schülergerecht direkt in der Einrichtung zu bewerben, traf sie ins Schwarze.

Das war zugleich die Steilvorlage für das nächste Thema, nämlich mehr Zusammenarbeit mit Schule und Jugendzentrum zu schaffen. „Die Schule sollte zum Ort des kommunikativen Austausches mit den Vereinen werden. Ich lade sie ein, melden sie sich, wenn sie sich mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit vorstellen möchten“, so Heß. Die Idee aus der Runde, einmal eine Vereins- oder Ehrenamtsmesse in der Schule auf die Beine zu stellen, kam ebenfalls gut an. Allerdings bremste die Rektorin aus und erklärte: „Versprechen sie sich nicht zuviel davon. Ich glaube nicht, dass die Schüler so viel Interesse haben, abends oder am Sonnabend noch mal deswegen in die Schule zu kommen.“ Da verspreche sie sich von individuellen Terminen im Rahmen eines Projektes mehr. „Dann müssen wir aber auch richtig was bieten“, so der DLRG-Vorsitzende Maurice Brenk. Er denke beispielsweise daran, dass Jugendliche mit eingebunden werden könnten, wenn es gelte eine attraktive Homepage für den Verein zu bauen oder die Seite grundsätzlich besser zu gestalten. „Das können sie und vielleicht haben sie Spaß daran, auch sonst mitzuarbeiten. Auf jeden Fall muss es was Praktisches sein“, so Brenk. „Auf alle Fälle, so ergänzte die Schulleiterin, müsse ein solches Projekt unter dem Motto „Menschen treffen auf Menschen“ stehen. Ein Info-Stand mit Material reiche da nicht.

Eine weitere Idee fand auch Jugendzentrums-Leiter Udo Radtke praktikabel. So sollen Steckbriefe der Vereine in den Einrichtungen ausgelegt werden. Geprüft werden soll auch, ob eine Rubrik Vereine und Verbände auf der Internetseite der Stadt platziert werden könnte, am besten mit Links zu den Institutionen.

Weiter ging es um das Thema Ehrenamtskarte, die jeder aktive Freiwillige beantragen kann, der in den vergangenen zwei Jahren mindestens drei Stunden pro Woche ehrenamtlich engagiert war und ist. Grundsätzlich sei sie, so informierte Zink, ein Stück weit als Wertschätzung gedacht. Allerdings gibt es wenig Vergünstigungen im hiesigen Bereich. „Was nützt ein verbilligter Eintritt im Kieler Kino. Lieber sollte man die Unternehmen aus der Region beteiligen“, fand Mery Ebsen. „Wir alle machen auch ohne Karte unseren Dienst. Halten wir uns doch einfach an hiesige Firmen, die das Ehrenamt zu schätzen wissen und vielleicht mal einen Grillabend ausgeben“, so Maurice Brenk.


zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen