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Wieder Schwerverletzte bei Unfall in der Janskurve

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erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Oldenswort | Wieder gekracht hat es gestern in der berüchtigten Janskurve im Verlauf der Bundesstraße 5 in Höhe Oldenswort. Nicht einmal 36 Stunden waren seit dem Unfall am Dienstag morgen vergangen, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Gestern Nachmittag forderte der Zusammenprall von zwei Autos gleich zwei Schwerverletzte.

Der Unfallverursacher war gegen 16.20 Uhr auf der B 5 in Richtung Husum unterwegs. In der Kurve geriet sein Wagen in den Gegenverkehr und touchierte das Auto eines Ehepaars. Dabei wurde das linke Vorderrad dieses Wagens abgerissen und dessen Fahrer so eingeklemmt, dass er von der Feuerwehr herausgeschnitten werden musste. Wegen seiner schweren Verletzungen brachte ihn der Rettungsdienst in das Klinikum Heide. Seine Frau wurde leicht verletzt.

Das Auto des Unfallverursachers kam erst gut 50 Meter hinter dem Unfallort auf dem Seitenstreifen zum Stehen, auf der Fahrbahn eine breite Ölspur hinterlassend. Die Vorderachse war bei dem Unfall völlig beschädigt worden. Der Mann wurde schwer verletzt ins Krankenhaus nach Husum gebracht.

Die Feuerwehren aus Oldenswort, Tönning und Witzwort sowie die Polizei und der Rettungsdienst waren im Einsatz. Die B 5 musste für die Rettungs- und Aufräumarbeiten komplett gesperrt werden. An beiden Autos entstand Totalschaden.

Bereits am Dienstagmorgen hatte es in der Janskurve gekracht. Ein 22-jähriger Autofahrer war bei dem Unfall schwerverletzt worden. Er hatte - offensichtlich nicht an Gegenverkehr denkend - eine Fahrzeugkolonne überholt. In der Janskurve kam ihm dann ein Kieslaster entgegen, dessen Fahrer durch ein Ausweich manöver den Frontalzusammenstoß gerade noch verhindern konnte, so die Polizei. Doch touchierten sich die beiden Fahrzeuge. Der Lkw kippte um, der Fahrer erlitt einen Schock.

Immer wieder hat es in der Vergangenheit schwere Verkehrsunfälle in der Janskurve, die auch schon als Todeskurve von Schleswig-Holstein traurige Berühmtheit erlangte, gegeben. Zwischen 2000 und 2010 starben dort zehn Menschen, 57 wurden schwer verletzt. Die Situation besserte sich, nachdem im Jahr 2011 Markierungen an den Schutzplanken angebracht worden waren. Es kam zu keinen Unfällen mehr - bis Dienstag.

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