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Beschluss im Bauausschuss : Wieder nichts: Die Einfahrt bleibt zu

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zum wiederholten Mal beschäftigte sich der Husumer Bauausschuss mit einer Öffnung des Feuerwehrweges an der Volkshochschule. Und nicht zum ersten Mal stimmte er mehrheitlich dagegen.

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erstellt am 22.Sep.2015 | 11:30 Uhr

„Das ist das gefühlt 13. Mal, dass wir über diese Sache sprechen“, sagte Peter Knöfler in der jüngsten Sitzung des Huusmer Bauausschusses. Was der SSW-Politiker meinte, ist die mögliche „Öffnung der Feuerwehrzufahrt als Durchfahrtsweg an der Volkshochschule“. Mit der Zahl 13 nahm er allerdings unfreiwillig vorweg, wie das Ganze auch diesmal ausgehen würde.

Das Thema ist in der Tat nicht neu, und der Langmut von VHS-Direktor Hans-Peter Schweger, es immer wieder auf die Tagesordnung zu bringen, schon beinahe bewundernswert. Zuletzt beauftragte der Bauausschuss die Verwaltung am 18. Februar des Jahres, herauszufinden, ob die Feuerwehrzufahrt überhaupt entsprechend ausgebaut beziehungsweise „ertüchtigt“ werden kann, wie das im Amtsdeutsch heißt. Danach sollte dann eine Beschlussvorlage erarbeitet werden.

Doch bevor sie diese vorstellte, erinnerte Christine Friedrichsen vom Gebäudemanagement noch einmal an die Chronologie der Ereignisse. Ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten sei zum Schluss gekommen, dass die jetzige Feuerwehrzufahrt ohne zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen als Durchfahrtsstraße, aber auch für zusätzliche Stellplätze an der VHS genutzt werden könne, berichtete sie.

Sollte sich die Stadt zu einer solchen Maßnahme durchringen, müsste dafür ein Betrag in Höhe von 11  000 Euro bereitgestellt werden. Diese Summe sei nötig, um den Untergrund zu „ertüchtigen“, die Fläche zu befestigen und eine Absperrvorrichtung zu installieren. Letztere sollte – auch zum Schutz der Anlieger – verhindern, dass die Feuerwehrzufahrt in der Zeit von 22 bis 6 Uhr als Parkplatz oder Durchfahrt genutzt wird. Zu guter Letzt müssten dann noch ein paar Pfosten aufgestellt werden, um die Grünflächen vor möglichen Park-Schäden zu schützen.

Alles überflüssig, waren sich CDU und SPD einig. Auf dem Gelände der VHS, aber auch rundherum gebe es ausreichend Parkplätze, urteilte Dr. Ulf v. Hielmcrone (SPD): „Deshalb werden wir dieser Maßnahme nicht zustimmen.“ Thomas Borowski vom Gebäudemanagement machte auf Nachfrage noch einmal deutlich, dass eine Ertüchtigung unbedingt erforderlich sei, wenn die Feuerwehrzufahrt für den Durchgangsverkehr geöffnet werden soll. „Ansonsten wäre sie nicht zuletzt infolge von Regenfällen ganz schnell kaputt“, sagt er. „Wir müssen dafür sorgen, dass das Wasser abfließen kann.“ Bernd Hansen von der Wählergemeinschaft Husum verwies auf Sicherheitsaspekte. Es habe auf dem VHS-Gelände schon die abenteuerlichsten Rangiermanöver beobachtet, sagte der WGH-Politiker. Dr. Barbara Ganter befürwortete die Maßnahme: „Wir haben bisher alles abgelehnt, erklärte die Grünen-Politikerin. „Aber das hier ist eine gute Lösung.“ Und auch Peter Knöfler hoffte dieses Thema „nun endlich abschließen zu können“. Aber nein, CDU und SPD stimmten gegen den Antrag, und so wird es Hans-Peter Schweger – wenn ihm nicht irgendwann die Lust vergeht –, wohl noch ein weiteres Mal probieren müssen.

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