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Husumer Nachrichten

16. August 2017 | 17:14 Uhr

Bredstedt : Wieder mehr Bock aufs Kinderfest

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Beim Meckerabend gab es viel Lob für Bredstedts engagierte Schüler. Kritisiert wurden Raucher und Hunde auf dem Platz.

Eine positive Bilanz zogen die Ehrenamtler des Bredstedter Handwerkervereins an ihrem „Meckerabend“ nach dem mittlerweile 139. Kinderfest. Unter der Leitung des Vorsitzenden Timo Viertel hatten sie für die über 1000 Schülerinnen und Schüler der vier Bredstedter Schulen zwei Tage lang die Feier ausgerichtet. Vertreter der Schulen, des Spielmannszuges Bredstedt sowie Unterstützer und Mitorganisatoren waren mit von der Partie.

Timo Viertel fasste zusammen: „Die Vorbereitungen liefen reibungslos über die Bühne. Die Spiele am ersten Tag bei Kaiserwetter waren der Hit und zogen viele Zuschauer an. Der Umzug am Sonntag startete mit Regen. Doch danach wurde es trocken und warm, und viele Besucher kamen mit ihren Kindern.“ Die Renner waren der Tanzworkshop in der Turnhalle sowie die Vorführungen des Kasperle-Theaters. An beiden Tagen war begehrtes Ziel der Kuchenstand des Fördervereins der Grundschule. In ihrem offenen Zelt ließen sich viele Gäste nieder, die einen guten Blick auf den Festplatz hatten.

Der Bunte Rasen mit Vorführungen der Schulkinder zog noch einmal besonders viele Gäste an. Allerdings war der Programmpunkt diesmal eindeutig zu lang. Das hätten viele Zuschauer moniert. Der Grund war der, dass es entgegen der Vorjahre besonders viele Darbietungen gegeben habe. Die erstklassigen Nummern aus dem Zirkusprojekt der Gemeinschaftsschule hätten mehr Zeit gekostet, als erwartet. „Ich rege an, dass wir größere Programmpunkte künftig vorziehen“, so Viertel. Vielleicht sollte auch eine Mini-Playback-Show eingebaut werden.

Alle Spielaktionen oder die Kutschfahrten seien gut angekommen. Auch die Fotoausstellung der Akteure des Vereins für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege in der Grundschule sei gut besucht gewesen.

Nis-Peter Nissen, stellvertretender Schulleiter der Gemeinschaftsschule monierte, dass einige Parallelveranstaltungen Besucher und Schüler vom Kinderfest abgezogen hätten, so beispielsweise das Kinderfest in Bohmstedt oder das Bettenrennen in Bargum. Darauf wusste Bürgermeister Knut Jessen Antwort: „Ich habe erfahren, dass das Bohmstedter Kinderfest immer am dritten Juli-Wochenende stattfindet. Das gilt auch für das Bettenrennen.“ Das Bredstedter Kinderfest dagegen variiere alljährlich und richte sich nach den Schulferien, so dass es immer am letzten Wochenende vor Ferienstart läuft. Das sei diesmal ein unglücklicher Zufall gewesen. Er rege an, dass sich in Zukunft alle Veranstalter mehr absprechen und ihre Termine dem Amt Mittleres Nordfriesland rechtzeitig mitteilen sollten. Jeder müsse öfter im Online-Terminkalender des Amtes nachschauen. „Ich fand, dass das Fest ein richtiges Volksfest war. Danke Timo, dass Du es aus dem Tief herausgeholt hast“, so Jessen.

Vor drei Jahren war Viertel in die Bresche gesprungen, nachdem mangels Nachfolger das Fest vor dem Aus gestanden hatte. Aufgefallen sei, dass auch die größeren Schüler wieder mehr „Bock“ auf Kinderfest hatten. Viele hätten sich zum Umzug originell verkleidet und alle hätten tapfer dem Regen getrotzt.

Kritikpunkte waren ansonsten, dass die Straßen teilweise nicht geschmückt waren und der Start der Tauben gegenüber dem früheren Luftballonstart kein Hingucker sei. Man sollte, so hieß es, sich überlegen, andere bunte Elemente hineinzubringen, eventuell durch Blumenstöcke, die die Schüler tragen, oder bunte Tücher. „Man muss das Kinderfest nicht auf Luftballone reduzieren“, so Viertel. Ohnehin sei das dem Umweltgedanken geschuldet, dass sie auch in Zukunft ein absolutes „no go“ sein werden.

Im nächsten Jahr sollten, so eine weitere Idee, rechtzeitig Handzettel in den Straßen verteilt werden, durch die der Umzug geht, damit die Anwohner auch wissen, dass sie schmücken sollten. Viele Zugezogene wüssten das nicht. „Ich habe bemerkt, dass viele Raucher und Biertrinker auf dem Platz unterwegs waren, aber auch Hundebesitzer. Hunde sind sowieso verboten. Die anderen habe ich freundlich aber bestimmt weggeschickt“, informierte Vorstandsmitglied Kai Lorenzen.

Alles werde nun, so Viertel, in den nächsten Vorstandssitzungen thematisiert. „Ich danke noch einmal allen Helfern, Lehrern, Sponsoren und Eltern für die Unterstützung.“

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