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besondere Meereswelt : Wie fühlt sich ein Seestern an?

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In 37 Becken ist im Multimar-Wattforum in Tönning die Unterwasserwelt des Wattenmeeres zu entdecken: Sieben davon sind umgestaltet und zwei neu errichtet worden. Im Tunnel eines Brandungsbeckens können Kinder nun erleben, wie die Wellen über ihrem Kopf zusammenschlagen.

Die neuen Aquarien im Multimar-Wattforum in Tönning sind von Mädchen und Jungen des Nis-Puk-Kindergartens eingeweiht worden. Die jüngsten Gäste setzten im Brandungsbecken einige Tiere – darunter ein großer Seestern – in das Wasser. Am Schwallbecken war Aquarienleiter Birger Kreutz damit beschäftigt, einen vierjährigen Hummer behutsam in sein neues Zuhause zu entlassen. Rechtzeitig vor Ostern ist der Umbau abgeschlossen; nun können die Besucher in insgesamt 37 Aquarien die Unterwasserwelt des Nationalparks und Weltnaturerbes Wattenmeer entdecken.

In den vergangenen fünf Monaten wurden in dem Nationalpark-Zentrum sieben größere Aquarien technisch erneuert und umgestaltet, zwei weitere komplett neu errichtet. Die Gesamtinvestition, zu der auch noch die Umgestaltung der Ausstellung gehört, beläuft sich auf fast eine halbe Million Euro und wird vom Bund aus dem Topf für Unesco-Welterbestätten gefördert. Die Nationalpark-Service GmbH steuerte 204.000 Euro für den Aquarienumbau bei.

Gäste sollen mit dem Wasser spielen können, ohne nass zu werden, um das Phänomen Naturgewalt zu begreifen. Im neuen Schwallbecken – 4,60 Meter lang, 1,40 Meter breit und mit 6000 Liter Wasser gefüllt – wird mit einem Hebel eine Sturzwelle ausgelöst, die steil auf eine Felswand prallt: Wie reagieren Klippenbarsche, Lippfische oder die Schwimmkrabbe darauf? Dies können die Besucher beobachten. „Für dieses Becken wird noch ein Name gesucht“, motiviert Dr. Gerd Meurs, Leiter des Wattforums, sich mit Vorschlägen zu melden.

Das ebenfalls neue Brandungsbecken – 5,60 Meter lang und bis zu 2,90 Meter breit – fasst 5000 Liter Wasser, mit dem Wellen erzeugt werden. Diese verlaufen jedoch seicht wie an einer flachen Küste. Als besondere Attraktion können Kinder hier durch einen Tunnel kriechen und dabei erleben, wie die Wellen über ihrem Kopf zusammenschlagen. In das Brandungsbecken greifen dürfen auch die Erwachsenen, um zu spüren, wie sich Seesterne, Strandkrabben und Einsiedlerkrebse anfühlen – zum Schutz der Tiere allerdings nur unter Aufsicht.

 

 

Geöffnet ist täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr. Zu Ostern haben die Besucher die Möglichkeit, sich während ihres Rundgangs an einem Quiz zu beteiligen.

 

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