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Husumer Nachrichten

19. November 2017 | 04:29 Uhr

Breklum : Wie ein Stück Niemandsland

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Grünzäsur zwischen Breklum und Bredstedt darf nicht bebaut werden. Ideen für eine gemeinsame Feuerwehrzentrale mit Struckum gibt es dennoch.

von
erstellt am 23.Okt.2017 | 09:00 Uhr

„Das ist ein heikler Punkt für die Gremien beim Kreis“, erklärte Claus Lass, Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses. In der Sitzung der Breklumer Gemeindevertretung berichtete er über einen Termin beim Kreis in Husum. Dabei ging es um die Grünzäsur, also jenen Bereich, der Breklum und Bredstedt optisch voneinander trennt. Hierbei handelt es sich um ein Gebiet, das, befährt man von Bredstedt die Bundesstraße 5 in Richtung Husum, auf der rechten Seite zwischen den Discountern Netto und Lidl liegt. Dieser Bereich ist, so will es die Landesplanung, grundsätzlich unantastbar, der grüne Korridor aus Natur und Landschaftsschutz ein hohes Gut.

Das Einzige, was vorstellbar sei, wäre der Bau einer gemeinsamen Feuerwehrzentrale mit Breklum, Bredstedt und Struckum. „Aber es eine hohe Hürde, das durchzusetzen“, so Lass. Neu ist der Gedanke nicht. Auch die Gremien der Stadt Bredstedt hatten sich in diesem Jahr bereits mehrfach mit dem Thema beschäftigt.

Man habe bereits in Husum erklärt, dass von Seiten der Gemeinde Breklum eine Grünzäsur nicht notwendig sei, ergänzte Bürgermeister Heinrich Bahnsen. „Wir haben zwischen unseren Gemeinden viel grün.“ Genug, um damit die Grenzen zwischen Bredstedt und Breklum erkennbar seien. „Aber sie sehen das anders.“

„Tendenziell liegt der Ball jetzt im Feld der Feuerwehren“, erklärte Claus Lass. Sie müssten erst einmal klären, ob der Wille zu einer gemeinsamen Feuerwehrzentrale da ist und ob ein Vorhaben dieser Art Sinn mache. Wenn dem so sein sollte, müsse geprüft und plausibel gemacht werden, dass es keine Alternativflächen zu der Grünzäsur gibt. Auch die Gemeinden Breklum und Struckum sowie die Stadt Bredstedt müssten sich zusammensetzen und klären, ob sie ein solches Projekt gemeinsam angehen wollen, ergänzte Bürgermeister Heinrich Bahnsen.

Fest steht lediglich: In den kommenden Jahren wird alles beim Alten bleiben. In Aussicht gestellt habe der Kreis, dass irgendwann zwischen 2020 und 2025 der Plan überarbeitet werden wird. „Dann können wir wieder mit neuen Argumenten kommen“, so Claus Lass. Und einen Antrag stellen.

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