zur Navigation springen

Sammlungen von Ethnologinnen : Wie der Kakao von Mexiko nach Tetenbüll kommt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Neue Ausstellung im Haus Peters: Die Bohne war nicht nur Genuss-, sondern auch Heil- und Zahlungsmittel. Im ehemaligen Kolonialwarenladen wird diese spannende Geschichte präsentiert.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2014 | 09:00 Uhr

In der Herbst-und Wintersaison zeigt das Haus Peters in Tetenbüll mit seinem historischen Kolonialwarenladen eine kulturhistorische Ausstellung rund um das Thema Schokolade und Kakao. Eröffnet wird sie heute (25. Oktober) um 15 Uhr.

Die Ausstellung „3000 Jahre Kakao – von Mexiko in alle Welt“ im Haus Peters soll einen Einblick in die Historie des Kakaos geben, indem sie den Bogen über die Kontinente und Zeitalter bis in unsere Gegenwart spannt. Im ehemaligen Kolonialwarenladen wird diese spannende Geschichte durch Texte, Fotos und Objekte präsentiert und erinnert so auch an die gute, alte Zeit, als Kakao auch hierzulande noch ein Luxusartikel war. Die Ausstellung stammt aus den Sammlungen der Lateinamerikaforscherinnen Katrin Müller de Gámez aus Berlin und Professor Dr. Ursula Thiemer-Sachse aus Potsdam. Die Ethnologinnen werden bei der Eröffnung anwesend sein und über ihre Erkenntnisse sprechen.

Die Geschichte von Kakao und Schokolade beginnt in Mesoamerika, im Land der Maya-Indianer, vor mehr als 3000 Jahren. Dorthin wurde der wilde Kakaobaum aus Südamerika gebracht. Noch ist nicht genau bekannt, wie das geschah. Im Maya-Land wurde er jedoch erstmals kultiviert. Die Maya erfanden das Getränk und die Schokolade.

Bei den Maya, vor allem aber auch bei den anderen indianischen Völkern, die den Kakao von ihnen erstehen mussten, war er wegen seines hohen Wertes vor allem für die Festtafeln der Herrscher und Adligen vorgesehen. Kakao ist jedoch nicht nur ein Genussmittel gewesen. Bei den Indianern diente er sogar als Heilmittel und noch bis in die koloniale Zeit hinein waren Kakaobohnen auch ein Zahlungsmittel.

Für Freitag, 7. November, plant das Haus Peters ein Horst-Janssen-Menü im Roten Haubarg. Es liest die Janssen-Expertin Angelika Gerlach. Anmeldung unter Telefon 04864/845. Am Sonnabend, 15. November, 15 Uhr, gibt es eine Schokoladenverkostung und Zuckerdosenauktion aus der Sammlung von Angela Schmidt.

Das Haus Peters hat derzeit von dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Weitere Auskünfte im Internet unter www.hauspeters.info.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen