Tönning : Wettlauf um Fördermittel für Tönnings Freibad

In einigen Bereichen im Tönninger Freibad besteht Sanierungsbedarf.
In einigen Bereichen im Tönninger Freibad besteht Sanierungsbedarf.

Für die Sanierung des Tönninger Freibads will sich die Stadt um Bundesmittel bewerben.

shz.de von
15. August 2018, 15:00 Uhr

Eine sportliche Herausforderung nimmt die Stadt Tönning nach einstimmigem Votum der Stadtvertreter in Angriff. In jüngster Sitzung erläuterte Bürgermeisterin Dorothe Klömmer die Details. „Ende vergangener Woche haben wir einen Förderaufruf für das neue Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur erhalten, mit dem Fördermittel für adäquate Projekte bestenfalls mit bis zu 90 Prozent locker gemacht werden können. Das ist schon eine Hausnummer. Der Haken daran ist, dass wir schnell handeln müssen. Bis zum 24. August müsste das Projekt formlos angezeigt werden. Bis zum 31. August wäre der Projektvorschlag mit einer Skizze und dem Zustimmungsbeschluss der Stadtvertretung online einzureichen“, erläuterte die Stadt-Chefin.

Auf die Schnelle habe man sich in der Verwaltung dafür entschieden, die Sanierung des Tönninger Freibades anzumelden. Seit Jahren gebe es beispielsweise Kummer mit der Folie. Bedarf im Bereich Dach-, Fenster- und Fassadensanierung werde ebenfalls gesehen. Auch die Duschen und sanitären Anlagen seien nicht mehr im besten Zustand. Geschätzt könnten schon 500.000 Euro dafür benötigt werden. Zudem könne eine Aufwertung der Anlage zur Attraktivitätssteigerung nicht schaden, wie die Schaffung zusätzlicher Beschattungen, eines barrierefreien Zuganges oder Installation einer Kletterwand. Man könne hier kreativ werden. Auch Teilprojekte könnten angemeldet werden.

Nach telefonischer Anfrage, so Klömmer, wäre die Stadt Tönning derzeit die dritte Kommune, die sich für das Förderprogramm interessiert. Je schneller agiert werde, umso mehr stiegen die Chancen, am Förderprogramm teilzuhaben. Denn wie immer sind auch die zur Verfügung gestellten Mittel begrenzt, nämlich bundesweit auf 100 Millionen Euro – und die könnten schnell vergeben sein. Die Mittel stehen in vier Jahresraten von 2019 bis 2022 kassenmäßig zur Verfügung, sollen aber noch in diesem Jahr vollständig an Projekte gebunden werden. Im Oktober soll eine Jury über die Auswahl befinden.

„Wir haben uns bei der Verwaltung zu bedanken, dass diese nicht unerhebliche Arbeit auf die Schnelle gemacht wird“, so Bürgervorsteher Jan Diekmann. Jetzt wird die Verwaltung den Vorschlag konkretisieren und eine Projektskizze erarbeiten, und zwar so, dass das Projekt eventuell auch abschnittsweise realisiert werden kann. Die Stadt strebt an, die Finanzierung des Eigenanteils sicherzustellen.

Die weiteren Beschlüsse wurden einstimmig laut Empfehlungen der Fachausschüsse abgesegnet, so der folgende: Auf der Grundlage der Bedarfsanalyse 2018 der städtischen Kita und der Bedarfsplanung für Tönning wird festgestellt, dass ein Erweiterungsbedarf für eine neue Krippengruppe, einen Bewegungsraum, eine größere Küche, Mensa, sanitäre Anlagen mit Wasch-, Dusch-, und Wickelbereichen, Personalräume, Büro- und Besprechungsräume und Lagerkapazitäten, besteht. Weiter soll die Verwaltung die Machbarkeit einer Skateranlage prüfen und für ein solches Projekt Flächen und Kosten ermitteln. Bei der Ermittlung ist der Jugendbeirat zu beteiligen.

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